String-Verschaltung berechnen

Gibt die vollständige Matrix aller Verschaltungen aus, jede mit vier Prüfungen. Prüfung P2 ist die, die fast überall fehlt: Ein String, dessen Betriebsspannung an einem heißen Sommertag unter das MPPT-Fenster fällt, liefert null Leistung — genau dann, wenn die Sonne am stärksten scheint.

  • Die MPP-Spannung fällt bei Höchsttemperatur auf 29,1 V und damit unter das Reglerfenster. Der String liefert dann null Leistung — genau dann, wenn die Sonne am stärksten scheint. Schalte mehr Module in Reihe.VMP_TOO_LOW_HOT

Eingabe

Eingabe

Verfügbare Module — die Matrix zeigt alle Aufteilungen, auch die unzulässigen.

Ort („Freiburg“) oder Koordinaten („47.99, 7.84“) · DE / AT / CH

Kalte Module haben höhere Spannung — der sicherheitskritische Prüffall P1.

Der Array-Strom aller Stränge muss unter dem Reglereingang bleiben (P4).

Untergrenze des MPPT-Fensters: Die heiße MPP-Spannung muss darüber bleiben (P3).

Ergebnis · Live

  • Die MPP-Spannung fällt bei Höchsttemperatur auf 29,1 V und damit unter das Reglerfenster. Der String liefert dann null Leistung — genau dann, wenn die Sonne am stärksten scheint. Schalte mehr Module in Reihe.VMP_TOO_LOW_HOT
Beste Konfiguration: Module in Reihe
4meiste genutzte Module, dann höchste Spannung
Stränge parallel
2ab drei Strängen sind Strangsicherungen Pflicht
Leerlaufspannung kalt
183,9Vbeim Standort-Tiefstwert — gegen die verbindliche Grenze geprüft
Genutzte Generatorleistung
2.801Wpder besten zulässigen Konfiguration
Verbindliche Spannungsgrenze
250VMinimum aus Reglerlimit und Normgrenze
  • Standortkontrolle aus dem TMY-Datensatz: typisches Jahresminimum -7,9 °C. Ein TMY ist ein TYPISCHES Jahr — Extremjahre liegen darunter (Anhang B1 bleibt als Normfrage offen; der Nutzerwert ist maßgebend).DESIGN_TEMP_TMY_TYPICAL
Alle Aufteilungen gegen die Grenze (250 V)
1S1P 46 V P21S2P 46 V P21S3P 46 V P21S4P 46 V P21S5P 46 V P21S6P 46 V P2+P41S7P 46 V P2+P41S8P 46 V P2+P42S1P 92 V P22S2P 92 V P22S3P 92 V P22S4P 92 V P23S1P 138 V 1.051 Wp3S2P 138 V 2.101 Wp4S1P 184 V 1.401 Wp4S2P 184 V 2.801 Wp5S1P 230 V 1.751 Wp6S1P 276 V P17S1P 322 V P18S1P 368 V P1Zeilen = Module in Reihe, Spalten = Stränge parallel

Grün = alle Prüfungen bestanden, gelb = bestanden mit unter 10 % Spannungsreserve, rot = verletzt (P1 Kältespannung, P2 Normgrenze, P3 MPPT-Fenster heiß, P4 Reglerstrom). Die beste zulässige Konfiguration ist umrandet: meiste genutzte Module, dann höchste Spannung.

Rechenschritte
  • Temperaturkorrigierte Leerlaufspannung: V_oc * (1 + beta/100 * (T_min - 25)) = 45,982 V
  • Maßgebliche Spannungsgrenze: min(V_max,controller ; V_limit,code) = 250 V
  • Beste Verschaltung: n_series x n_parallel = 4

Die Formeln hinter dem Rechner

Jede Zahl oben ist nachrechenbar: der vollständige Rechenweg, alle Annahmen und die Datenquelle mit Abrufdatum — dazu die Kreuzvalidierung gegen unabhängige Referenzen. Offengelegt statt behauptet.

Sicherheitsrelevante Berechnung. Dies ist eine Schätzung auf Basis der genannten Annahmen. Die finale Auslegung muss zwingend von einer qualifizierten Elektrofachkraft nach den vor Ort geltenden Vorschriften geprüft werden.

Datenstand: 2026-07-15 · Die fachliche Prüfung dieses sicherheitsrelevanten Rechners steht noch aus.

Jeder Zwischenwert mit Formel, Zahl und Herkunft
SchrittFormelWertHerkunft
Temperaturkorrigierte LeerlaufspannungV_oc * (1 + beta/100 * (T_min - 25))45,982 Vexakt
Maßgebliche Spannungsgrenzemin(V_max,controller ; V_limit,code)250 Vexakt
Beste Verschaltungn_series x n_parallel4 exakt
Formel
V_oc,kalt = n_s · V_oc · (1 + β/100 · (T_min − 25)) · V_mp,heiß = n_s · V_mp · (1 + β_Vmp/100 · (T_max − 25))
Gültigkeitsbereich
Vollständige Konfigurationsmatrix mit vier Prüfungen: P1 Kaltspannung gegen die kleinere aus Regler- und Normgrenze, P2 Heißspannung gegen die MPPT-Untergrenze (der Ausfall, der nur an heißen Tagen auftritt), P3 gegen die Obergrenze, P4 Betriebsstrom gegen die Reglergrenze. Die eingetragene Auslegungstiefsttemperatur wird gegen das TMY-Minimum des Standorts geprüft, aber NICHT automatisch gesetzt (typisches Jahr ≠ Extremjahr — der Auslegende bleibt verantwortlich). Referenzfall: 8 Module à 41,5 V, −15 °C → 4s2p als beste zulässige Konfiguration an einem 250-V-Regler.
Nicht abgedeckt
Extremjahre unterhalb des TMY-Minimums (Anhang B1 bleibt offen — der Nutzerwert ist maßgebend), Mischverschaltung ungleicher Strings, Teilverschattung einzelner Module, Bypass-Dioden-Verhalten, herstellerspezifische Toleranzaufschläge auf V_oc (manche Datenblätter verlangen +3 %).
Datenquellen
  • Amtliche Veröffentlichungen der Normungsgremien und Landesbehörden (NFPA, IEC, DKE/VDE, CEN) · abgerufen 2026-07-15

Häufige Fragen

Wie viele Solarmodule darf ich in Reihe schalten?

Maßgebend ist die kältekorrigierte Leerlaufspannung: V_oc,kalt = n_s · V_oc · (1 + β/100 · (T_min − 25)). Sie muss unter dem Minimum aus der maximalen Reglerspannung und der normativen Systemspannungsgrenze bleiben — diese Prüfung P1 ist sicherheitskritisch, eine Überschreitung zerstört den Regler und ist ein Normverstoß. Der Rechner gibt die vollständige Matrix aller Verschaltungen aus, jede mit vier Prüfungen.

Warum liefert mein String an heißen Sommertagen plötzlich keine Leistung?

Das ist Prüfung P2, die fast überall fehlt: Bei hoher Zelltemperatur sinkt die MPP-Spannung, V_mp,heiß = n_s · V_mp · (1 + β_Vmp/100 · (T_max − 25)). Fällt sie unter die Untergrenze des MPPT-Fensters, liefert der String null Leistung — genau dann, wenn die Sonne am stärksten scheint. Weil der Ausfall nur an heißen Tagen auftritt, bemerkt ihn kaum jemand.

Brauche ich Strangsicherungen, wenn ich mehrere Strings parallel schalte?

Ab drei parallelen Strings weist der Rechner darauf hin, dass Strangsicherungen zu prüfen sind. Beachten Sie die Grenzen: Der Rechner setzt gleiche Module, gleiche Ausrichtung und einen MPP-Tracker voraus; Teilverschattung, Leistungsoptimierer und gemischte Modultypen sind nicht abgedeckt. Die Auslegung ist von einer qualifizierten Elektrofachkraft zu prüfen.

Welche vier Prüfungen entscheiden über eine zulässige Konfiguration?

P1: Die kältekorrigierte Leerlaufspannung des Strangs muss unter dem Reglerlimit bleiben (kalte, sonnige Wintermorgen). P2: Sie muss zusätzlich unter der Normgrenze liegen — die verbindliche Grenze ist das Minimum aus beidem. P3: Die heiße MPP-Spannung muss über der Untergrenze des MPPT-Fensters bleiben, sonst findet der Regler den Arbeitspunkt im Sommer nicht. P4: Der Summenstrom aller Stränge muss unter dem maximalen Reglereingangsstrom bleiben. Die Matrix zeigt je Zelle, welche Prüfung scheitert.

Warum ist „möglichst viele Module in Reihe“ meist die beste Wahl?

Höhere Strangspannung heißt weniger Strom bei gleicher Leistung: dünnere Kabel vom Dach, geringere Verluste, und der MPPT arbeitet früher am Morgen an. Deshalb sortiert der Rechner die zulässigen Konfigurationen nach genutzten Modulen und dann nach Spannung. Die Grenze setzen Kältespannung und Reglerlimit — genau die rote Zone der Matrix.

Ab wann brauche ich Strangsicherungen?

Ab drei parallelen Strängen: Bei einem Kurzschluss in einem Strang speisen die anderen ihren Strom hinein — bei zwei Strängen bleibt das unter dem zulässigen Rückstrom des Moduls, ab drei nicht mehr. Der Rechner markiert sicherungspflichtige Konfigurationen; die Auslegung der Sicherung selbst übernimmt der DC-Sicherungs-Rechner.

Prüft der Rechner meine Auslegungstemperatur gegen den Standort?

Ja, seit dem 5. August 2026 — mit derselben Gegenprobe wie der Leerlaufspannungs- und der Laderegler-Rechner, die denselben Voc-Kern nutzen. Trägst du eine wärmere Temperatur ein als das typische Jahresminimum deines Standorts (Berlin: −7,9 °C), warnt der Rechner: Die Kaltspannungsprüfung P1 liegt dann auf der unsicheren Seite. Gesetzt wird die Zahl aber weiterhin von dir — bei einer sicherheitskritischen Größe prüft das Werkzeug, es entscheidet nicht.

Warum setzt der Rechner die Temperatur nicht automatisch?

Weil ein TMY-Jahr ein typisches Jahr ist, kein Extremjahr — und die Norm die kälteste zu erwartende Temperatur verlangt, die darunter liegt. Ein still eingesetzter Standortwert würde die Verantwortung verschieben und wäre trotzdem nicht konservativ genug. Deshalb bleibt die Temperatur deine Eingabe, der Standortwert ist die sichtbare Kontrolle daneben.

Was bedeutet der MPP-Strom des Moduls in der Matrix?

Er bestimmt zusammen mit der Parallelzahl den Betriebsstrom des Arrays und geht in die Stromprüfung P4 ein — der Kurzschlussstrom allein reicht dafür nicht. Das Feld war bisher über das Formular nicht erreichbar; der Wert steht im Datenblatt als I_mp oder I_mpp, im Beispiel 10,15 A.

Wozu die Norm-Systemspannungsgrenze, wenn der Regler schon eine Grenze hat?

Weil die kleinere von beiden gilt. Ein 250-V-Regler an einem Modulfeld, das norm­seitig auf 1.000 V begrenzt ist, wird durch den Regler begrenzt — aber ein großer String-Wechselrichter mit 600-V-Fenster kann an der 600-V-Normgrenze des Anlagentyps anstehen, nicht an seiner eigenen. Beide Grenzen sind deshalb getrennt einstellbar, und die Matrix rechnet mit dem Minimum.

Warum brauche ich die Temperaturkoeffizienten aus dem Datenblatt?

Weil sie die Spannweite der Prüfungen bestimmen: β_Voc streckt die Kaltspannung nach oben (P1), β_Vmp drückt die Heißspannung nach unten (P2). Die Vorgaben −0,27 und −0,35 %/°C sind typische Werte für kristallines Silizium; Datenblattwerte weichen einige Hundertstel ab, und bei acht Modulen in Reihe sind das mehrere Volt. Beide Felder sind seit dem 5. August 2026 erreichbar.