Strombelastbarkeit mit Derating berechnen
Zeigt den vollständigen Derating-Wasserfall statt einer Endzahl: vom Tabellenwert über Temperatur- und Häufungskorrektur bis zur zulässigen Dauerbelastung. Der Faktor dazwischen ist oft fast zwei — und die häufigste Ursache für überhitzte Installationen.
- Thermisch unzulässig: erforderlich sind 22 A, verfügbar sind 16,43 A. Größerer Querschnitt, andere Verlegeart oder Stromkreise entbündeln.
AMPACITY_INSUFFICIENT
Die Formeln hinter dem Rechner
Jede Zahl oben ist nachrechenbar: der vollständige Rechenweg, alle Annahmen und die Datenquelle mit Abrufdatum — dazu die Kreuzvalidierung gegen unabhängige Referenzen. Offengelegt statt behauptet.
Sicherheitsrelevante Berechnung. Dies ist eine Schätzung auf Basis der genannten Annahmen. Die finale Auslegung muss zwingend von einer qualifizierten Elektrofachkraft nach den vor Ort geltenden Vorschriften geprüft werden.
Datenstand: 2026-07-15 · Die fachliche Prüfung dieses sicherheitsrelevanten Rechners steht noch aus.
| Schritt | Formel | Wert | Herkunft |
|---|---|---|---|
| Basisbelastbarkeit | I_table(code, method, insulation, conductors) | 32 A | gemessen |
| Zulässige Dauerbelastung | I_table * f_temp * f_group * f_soil | 16,432 A | exakt |
| Erforderliche Basisbelastbarkeit | I_B / (f_temp * f_group * f_soil) | 42,843 A | exakt |
- Formel
I_z = I_table · f_temp · f_group · f_soil · Prüfbedingung I_z ≥ I_B- Gültigkeitsbereich
- Derating-Wasserfall I_z,real = I_z,Tabelle × f_Temp × f_Häufung × f_Boden; alle Tabellenwerte sind NUTZEREINGABEN aus dem benannten Regelwerk (bewusst keine hinterlegte Tabelle — Urheberrechtskonzept), die Verlegeart-Kennung dient der Ausgabe. Referenz: 32 A (B2) × 0,79 × 0,65 → 16,4 A gegen 22 A Betriebsstrom (134 %). Die drei Abhilfen werden durchgerechnet statt behauptet: Entbündeln 25,3 A (reicht), nächstgrößerer Querschnitt 21,6 A (reicht nicht), andere Verlegeart benannt. ERSETZT KEINE FACHPLANUNG.
- Nicht abgedeckt
- Die Normtabellen selbst (Nutzereingabe — pro Konstellation ein Wert), Sonderverlegearten und Häufungsgeometrien jenseits der Standardfaktoren, zyklische Belastung, Oberschwingungs-Zuschläge, Kurzschlussfestigkeit.
- Datenquellen
- Amtliche Veröffentlichungen der Normungsgremien und Landesbehörden (NFPA, IEC, DKE/VDE, CEN) · abgerufen 2026-07-15
Häufige Fragen
Wie viel Ampere darf mein Kabel wirklich dauerhaft führen?
Die zulässige Dauerbelastung ist I_z = I_Tabelle · f_temp · f_häufung · f_boden, geprüft gegen I_z ≥ I_B. Der Rechner zeigt den vollständigen Derating-Wasserfall: Im Beispiel der Spezifikation werden aus 32 A Tabellenwert nach Temperaturkorrektur (× 0,79) und Häufung (× 0,65) nur noch 16,4 A — bei 22 A Betriebsstrom unzulässig. Der Faktor zwischen Tabellenwert und realem Grenzwert ist oft fast zwei und die häufigste Ursache für überhitzte Installationen.
Warum muss ich die Basisbelastbarkeit selbst aus der Norm eingeben?
Es ist bewusst keine Belastbarkeitstabelle hinterlegt: Der Rechner nimmt genau eine Konstellation entgegen und gibt genau einen Wert aus — er ist kein Nachschlagewerk. Basisbelastbarkeit und Korrekturfaktoren sind Nutzereingaben aus dem geltenden Regelwerk, und jedes Ergebnis nennt Regelwerk und Verlegeart, damit Sie den Wert selbst verifizieren können und müssen.
Was kann ich tun, wenn die Belastbarkeitsprüfung durchfällt?
Der Rechner rechnet drei Auswege mit ihrer Wirkung durch: größerer Querschnitt, andere Verlegeart und Entbündelung der Stromkreise — jeweils mit der resultierenden zulässigen Dauerbelastung. Beachten Sie die Grenzen: Kurzschlussfestigkeit, Oberschwingungen, Spannungsfall und zeitlich veränderliche Lasten sind nicht abgedeckt, und der Rechner ersetzt keine Fachplanung.
Warum darf ich nicht einfach den Wert vom Kabelmantel nehmen?
Weil der Aufdruck einen Idealfall beschreibt: eine einzelne Leitung, frei in Luft, bei 30 °C. Real liegt sie gebündelt im Kanal auf dem heißen Dachboden — und jede Abweichung mindert die Belastbarkeit multiplikativ. Der Wasserfall zeigt jede Minderungsstufe einzeln: Bei 45 °C und vier gebündelten Leitungen bleiben von einem 40-A-Tabellenwert schnell nur 26 A übrig.
Was mache ich, wenn der Betriebsstrom über der geminderten Belastbarkeit liegt?
Drei Auswege, in dieser Reihenfolge prüfen: die Bündelung auflösen (der Häufungsfaktor entfällt), eine bessere Verlegeart wählen (frei in Luft statt im Kanal hebt den Tabellenwert) oder den Querschnitt erhöhen. Die Kachel „Erforderlicher Tabellenwert“ rechnet die Rückwärtsfrage: Welche Basis-Belastbarkeit du bei deinen Faktoren einkaufen musst.
Wie hängen Strombelastbarkeit und Sicherung zusammen?
Die Sicherung muss UNTER der geminderten Belastbarkeit liegen — nicht unter dem Tabellenwert. Wer den 40-A-Tabellenwert absichert, die Leitung aber gemindert nur 26 A trägt, hat eine Leitung, die bei 35 A dauerhaft überhitzt, ohne dass die Sicherung je auslöst. Die Sicherungsrechner (16/17) übernehmen deshalb die geminderte Belastbarkeit als Obergrenze.
Warum ist hier keine Belastbarkeitstabelle hinterlegt?
Aus Urheberrechtsdisziplin — und aus Methode. Die Normtabellen sind geschütztes Werk; dieser Rechner druckt sie weder ab noch fragt er sie ab. Du holst den einen Tabellenwert für deine Konstellation aus dem Regelwerk, und der Rechner liefert das, was kein Tabellenabdruck kann: die Kombinationslogik der Korrekturfaktoren. Jedes Ergebnis nennt Regelwerk und Verlegeart, damit du den Basiswert selbst verifizieren kannst — und musst.
Wie groß ist der Unterschied zwischen Tabellenwert und realem Grenzwert?
Im Referenzfall Faktor zwei: 32 A laut Tabelle werden nach Temperaturfaktor 0,79 und Häufungsfaktor 0,65 zu 16,4 A zulässiger Dauerlast — bei 22 A Betriebsstrom sind das 134 % Auslastung. Praktisch alle Selbstbauer hören beim Tabellenwert auf; genau dieser Faktor ist die häufigste Ursache überhitzter Installationen. Das Beispiel scheitert absichtlich, damit die Warnseite sichtbar ist.
Was taugen die drei Abhilfen im Vergleich?
Der Rechner rechnet sie durch, statt sie zu behaupten — und die Reihenfolge überrascht oft: Im Referenzfall reicht der nächstgrößere Querschnitt NICHT (42 A Tabelle → 21,6 A nach Derating), Entbündeln dagegen schon (25,3 A), weil es den schärfsten Faktor direkt angreift. Der dickere Leiter behält die schlechten Faktoren; die bessere Verlegung beseitigt sie. Erst rechnen, dann kaufen.
Woher bekomme ich den I_z des nächstgrößeren Querschnitts?
Aus derselben Normtabelle wie den Basiswert — eine Zeile tiefer. Der Schalter in den erweiterten Annahmen nimmt ihn entgegen; ohne ihn bleibt die Abhilfe „größerer Querschnitt“ unberechnet, statt mit einem erfundenen Tabellenwert zu laufen. Das ist dieselbe Disziplin wie beim Basiswert: Tabellenwerte kommen vom Nutzer, nie aus dem Rechner.
Gilt der Soil-Faktor auch bei Verlegung in Luft?
Nein — er beschreibt die Wärmeleitfähigkeit des Erdreichs bei Erdverlegung (D1/D2) und steht deshalb auf 1,0, solange du in Luft oder im Rohr verlegst. Bei Erdverlegung hängt er von Bodenart und Feuchte ab und steht im selben Tabellenwerk. Drei Faktoren multiplikativ — Temperatur, Häufung, Boden — mehr kennt die Norm für den Regelfall nicht.