Batteriechemien vergleichen
Vergleicht Batteriechemien richtig: normiert auf NUTZBARE Kilowattstunden statt „100 Ah gegen 100 Ah“ — LiFePO4 braucht für 2 kWh 195 Ah, AGM 333 Ah. Die Marktpreise kommen aus einem quartalsgepflegten Datensatz, und das ändert die Geschichte: Seit sich der LiFePO4-Handelspreis halbiert hat (08/2026: 119–196 € je 100 Ah), ist Lithium auch in der Anschaffung günstiger, nicht nur über die Lebensdauer. Sechs Achsen, bewusst ohne Gesamtscore — und ohne Affiliate-Interesse am Ergebnis.
Die Formeln hinter dem Rechner
Jede Zahl oben ist nachrechenbar: der vollständige Rechenweg, alle Annahmen und die Datenquelle mit Abrufdatum — dazu die Kreuzvalidierung gegen unabhängige Referenzen. Offengelegt statt behauptet.
Schätzung auf Basis der genannten Annahmen. Die finale Auslegung muss von einer qualifizierten Fachkraft nach den vor Ort geltenden Vorschriften geprüft werden.
Datenstand: 2026-06-15
| Schritt | Formel | Wert | Herkunft |
|---|---|---|---|
| Wirkungsgrad des Entladepfads | eta_cable * (f_DC + f_AC * eta_inv) | 1 | Annahme |
| Kapazitätsunterschied | C_req,max / C_req,min | 1,7067 | exakt |
- Formel
C_req = E_req · 1000 / (U_nom · DoD · f_temp · f_age · η_path)- Gültigkeitsbereich
- Normierung auf nutzbare Energie (DoD × Temperatur- × Alterungsfaktor × Entladepfad); Kennwerte je Chemie aus chemistries.json (DoD, Kältefaktor) und comparison-specs.json (Preis, Masse, Volumen, Zyklen; Einzelhandels-Stichprobe 08/2026, Quartalspflege). Referenzfall 2 kWh: LiFePO4 195 Ah / 293 € / 3,7 ct je Durchsatz-kWh gegen AGM 333 Ah / 533 € / 53,3 ct. Preisalter wird überwacht.
- Nicht abgedeckt
- Folgekosten des Systems (Ladegerät, Heizung für LiFePO4 im Freien, Einbau), Second-Life- und Gebrauchtpreise, NMC-12-V-Blöcke (unüblich), Herstellerstreuung innerhalb einer Chemie — die Spannen stehen im Datensatz. Die Gewichtung der sechs Achsen bleibt bewusst beim Anwendungsfall.
- Datenquellen
- Herstellerdatenblätter (Victron, Fronius, BYD) und IEC 61427-1, aggregiert · abgerufen 2026-06-15
Häufige Fragen
Kann ich eine 100-Ah-LiFePO₄-Batterie direkt mit einer 100-Ah-AGM-Batterie vergleichen?
Nein, ein Vergleich gleicher Nennkapazitäten sagt nichts aus. Die nutzbare Energie liegt um mehr als Faktor zwei auseinander: LiFePO₄ darf zu 80 Prozent entladen werden, Blei zu 50 Prozent, und die Nennspannung ist 12,8 gegen 12,0 Volt. Der Rechner normiert deshalb auf gleiche nutzbare Kilowattstunden — für 2 kWh nutzbar braucht LiFePO₄ 195 Ah, AGM dagegen 333 Ah.
Warum gibt der Chemie-Vergleich keinen Gesamtsieger aus?
Die sechs Bewertungsachsen sind nicht kommensurabel — ein aggregierter „Gewinner“ wäre eine versteckte Gewichtung. Der Rechner gibt die Achsen absolut aus und überlässt die Gewichtung Ihrem Anwendungsfall. Auch der Kälte-Kapazitätsfaktor und die maximale Lade-C-Rate stehen einzeln nebeneinander.
Warum muss ich Preis, Masse und Volumen je Amperestunde selbst eingeben?
Diese Kenngrößen streuen zwischen Herstellern erheblich, und eine hinterlegte Marktdatenbank wäre binnen eines Jahres veraltet — der Rechner rechnet mit dem, was Sie vor sich haben. Das Ergebnis ist eine Vorauswahl; für die konkrete Auslegung ist das Datenblatt der gewählten Batterie maßgebend. Selbstentladung, Ladewirkungsgrad über den Ladeverlauf, Kalenderalterung und Lieferzeit sind nicht abgedeckt.
Wie groß ist der Unterschied bei gleicher nutzbarer Energie konkret?
Im Beispielfall (2 kWh nutzbar, reine DC-Last) braucht LiFePO₄ rund 195 Ah Nennkapazität (0,8 DoD, 12,8 V), AGM dagegen rund 333 Ah (0,5 DoD, 12,0 V) — Faktor 1,7, bei kälterem Betrieb noch mehr. Wer stattdessen „100 Ah gegen 100 Ah“ vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Mengen nutzbarer Energie und damit gar nichts. Genau deshalb normiert dieser Rechner auf nutzbare Kilowattstunden.
Warum landet dieser Vergleich nicht automatisch bei Lithium?
Weil die Achsen getrennt bleiben und die Gewichtung beim Anwendungsfall liegt. Im Sommer-Gartenhaus sind Gewicht und Kälteverhalten irrelevant — entscheidend sind Anschaffungs- und Durchsatzkosten, und bei geringer Zyklenzahl pro Jahr bindet ohnehin die kalendarische Alterung (siehe Zyklenkosten-Rechner): Dann kann AGM vorn liegen. Praktisch alle Batterie-Vergleiche im Netz sind affiliate-getrieben und landen immer bei Lithium; dieser hier verkauft nichts.
Woher kommen die Zahlen der Kandidaten — und was ist fest hinterlegt?
Fest hinterlegt sind nur die elektrochemischen Grundlagen: Nennspannungen je Chemie (LiFePO₄ 12,8 V, Blei 12,0 V, NMC 11,1 V je „12-V“-Block) und Richtwerte für Entladetiefe und Temperaturfaktoren aus dem versionierten Datensatz. Masse, Volumen, Preis und Zyklenzahl je Amperestunde sind bewusst Eingaben: Sie streuen zwischen Herstellern erheblich, und eine hinterlegte Marktdatenbank wäre binnen eines Jahres veraltet. Der Rechner rechnet mit dem Datenblatt, das vor dir liegt.
Woher kommen die Preise im Vergleich?
Aus einem versionierten Datensatz mit Erhebungsdatum, gepflegt im Quartalsrhythmus — nicht aus einer Beispielrechnung. Das ist hier keine Formalie: Der LiFePO4-Handelspreis hat sich seit der 2025er-Spezifikation halbiert (100-Ah-Blöcke im August 2026: 119 bis 196 €). Veralten die Preise, warnt der Rechner sichtbar, und der Golden-Test macht den Build rot, bis Changelog und Datensatz gepflegt sind.
Was hat der Preisverfall am Ergebnis geändert?
Er hat die letzte Bastion der Bleibatterie geschleift: den Kaufpreis. Für 2 kWh nutzbare Energie kostet LiFePO4 jetzt 293 €, AGM 533 € — Lithium ist also auch in der Anschaffung günstiger, nicht mehr nur über die Lebensdauer. Je Durchsatz-Kilowattstunde war der Abstand ohnehin Faktor 14 (3,7 gegen 53 ct). Ein Vergleich mit den alten Preisen hätte AGM als Sparoption gezeigt, die es nicht mehr ist.
Welche Chemien kann ich vergleichen?
LiFePO4, AGM, Gel und Nasszelle — per Schalter frei kombinierbar, mindestens zwei. Vorher standen die zwei Kandidaten der Beispielrechnung fest, und keine andere Kombination war über die Oberfläche erreichbar. Die Kennwerte je Chemie (Entladetiefe, Kältefaktor, Preis, Masse, Zyklen) liefern die Datensätze; bei der Nasszelle ist die Preisspanne bewusst breit, weil die Klasse im Rückgang ist und belastbare Anker fehlen.
Warum gibt es trotzdem keinen Gesamtsieger?
Weil die sechs Achsen nicht kommensurabel sind: 66 Kilogramm Gewichtsunterschied sind im Wohnmobil entscheidend und im Keller egal; die Ladesperre unter 0 °C ist im beheizten Haus irrelevant und draußen ein Ausschlusskriterium. Ein aggregierter Score wäre eine versteckte Gewichtung. Der Rechner zeigt die Achsen — die Gewichtung gehört dem Anwendungsfall.
Ist bei den Preisen die Elektronik mitgerechnet?
Nein — die Blockpreise enthalten das interne BMS der LiFePO4-Blöcke, aber weder Ladegerät noch Wechselrichter oder Einbau. Wichtig ist die Systemfolge: Blei braucht temperaturkompensierte Ladung und verzeiht Teilladung schlecht; LiFePO4 braucht bei Außenaufstellung eine Heizung oder Ladesperre unter 0 °C. Diese Folgekosten hängen am Einzelfall und stehen deshalb als Hinweis, nicht als Zahl im Vergleich.