C-Rate und Strombelastung prüfen

Rechnet die C-Raten für Laden, Entladen und Anlaufspitze und prüft sie gegen die Datenblattgrenzen. Entscheidend ist die Zeitangabe: Ein Datenblatt nennt Spitzenströme immer mit Dauer — 200 A für 30 s. Ein Vergleich der Stromhöhe allein übersieht, ob der Anlauf in dieses Fenster passt.

  • Der Anlaufvorgang dauert 45 s, das Datenblatt erlaubt den Spitzenstrom nur 30 s. Ein Vergleich der Stromhöhe allein hätte das nicht gezeigt.PEAK_DURATION_EXCEEDED

Eingabe

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Deine Dauerlast in Ampere — Leistung geteilt durch Systemspannung.

Aus dem Datenblatt. Ohne Grenze nennt der Rechner nur die C-Rate, ohne Bewertung.

Anlaufstrom der größten Last, aus dem Wechselrichter-Rechner. Kompressoren: 3–7-facher Nennstrom.

Wie lange die Spitze ansteht. Kompressoranlauf < 3 s, Kreissäge im Dauerbetrieb: keine Spitze, sondern Dauerlast.

Das Zeitfenster aus dem Datenblatt („200 A für 30 s“) — ein Spitzenstrom ohne Zeitangabe ist keine Grenze, sondern eine Zahl.

Ergebnis · Live

  • Der Anlaufvorgang dauert 45 s, das Datenblatt erlaubt den Spitzenstrom nur 30 s. Ein Vergleich der Stromhöhe allein hätte das nicht gezeigt.PEAK_DURATION_EXCEEDED
Entlade-C-Rate
0,50CDauerlast geteilt durch Nennkapazität
Ausnutzung Dauergrenze
50%gegen die Datenblattgrenze, nicht gegen einen Erfahrungswert
Spitzen-C-Rate
1,80CAnlaufstrom geteilt durch Nennkapazität
Ausnutzung Spitzengrenze
90%Stromhöhe allein — das Zeitfenster prüft die Grafik unten
Lade-C-Rate
0,30Centscheidet über die Ladezeit an kurzen Wintertagen
Ausnutzung der Datenblattgrenzen
50 % Entladen (Dauer) · 0,5 C 0130 %90 % Spitze · 1,8 C 0130 %60 % Laden · 0,3 C 0130 %

Grün bis 80 % der Datenblattgrenze, gelb bis 100 %, rot darüber. Die Bewertung läuft immer gegen das Datenblatt — 1 C ist für LiFePO₄ unkritisch und für eine Blei-Traktionsbatterie grenzwertig.

Die Spitzenlast-Zeitprüfung
Anlaufdauer45 sDatenblattfenster30 süberschreitet das Fenster

Der Strom vergleicht nur die Höhe — das Zeitfenster entscheidet: 45 s Anlaufdauer gegen 30 s Datenblattfenster.

Rechenschritte
  • Entlade-C-Rate: I_entlade / C_nenn = 0,5 C
  • Lade-C-Rate: I_lade / C_nenn = 0,3 C
  • Reserve im Zeitfenster: t_start <= t_datasheet = -15 s

Die Formeln hinter dem Rechner

Jede Zahl oben ist nachrechenbar: der vollständige Rechenweg, alle Annahmen und die Datenquelle mit Abrufdatum — dazu die Kreuzvalidierung gegen unabhängige Referenzen. Offengelegt statt behauptet.

Schätzung auf Basis der genannten Annahmen. Die finale Auslegung muss von einer qualifizierten Fachkraft nach den vor Ort geltenden Vorschriften geprüft werden.

Datenstand: 2026-06-15

Jeder Zwischenwert mit Formel, Zahl und Herkunft
SchrittFormelWertHerkunft
Entlade-C-RateI_entlade / C_nenn0,5 Cexakt
Lade-C-RateI_lade / C_nenn0,3 Cexakt
Reserve im Zeitfenstert_start <= t_datasheet-15 sexakt
Formel
C-Rate = I / C_nenn
Gültigkeitsbereich
Batterie auf Nenntemperatur, konstanter Strom je Betriebsart; Prüfung ausschließlich gegen die EIGENEN Datenblattgrenzen (Verweigerung statt Klassenannahme — Grenzen streuen je BMS um ein Vielfaches). Referenzfall: 100 Ah, 50 A Dauer (0,5C, 50 % Ausnutzung), Anlauf 180 A für 45 s gegen „200 A für 30 s“ — die Stromhöhe passt, die DAUER nicht. Temperaturkorrigierte Ladegrenze als bewusste Verschärfung, mit der Datenblattgrenze vorbelegt.
Nicht abgedeckt
Innenwiderstand und Spannungseinbruch unter Last, Zellungleichheit, Alterung, das Zusammenwirken mehrerer kurz aufeinanderfolgender Spitzen, Stromaufteilung in Parallelverbänden (Rechner 37). Ohne Datenblattgrenzen werden nur C-Raten genannt — bewusst keine Klassenwerte als Ersatz.
Datenquellen
  • Herstellerdatenblätter (Victron, Fronius, BYD) und IEC 61427-1, aggregiert · abgerufen 2026-06-15

Häufige Fragen

Was sagt die C-Rate über meine Batterie aus?

Die C-Rate ist der Strom geteilt durch die Nennkapazität — für sich allein noch keine Bewertung. 1 C ist für LiFePO₄ unkritisch, für eine Blei-Traktionsbatterie grenzwertig. Deshalb prüft der Rechner immer gegen die Datenblattgrenze Ihrer Batterie, nicht gegen einen Erfahrungswert.

Reicht es, den Anlaufstrom mit dem Spitzenstrom im Datenblatt zu vergleichen?

Nein. Datenblätter nennen Spitzenströme immer mit einer Zeitdauer, etwa 200 A für 30 s — der Rechner prüft deshalb, ob die Anlaufdauer Ihrer Last in dieses Fenster passt. Ein Kompressoranlauf unter drei Sekunden ist meist unkritisch, eine Kreissäge im Dauerbetrieb nicht; ein reiner Stromvergleich gäbe bei beiden dieselbe Antwort und läge in einem Fall falsch.

Was kann der Rechner ohne Datenblattgrenzen aussagen?

Ohne Grenzwerte wird die C-Rate nur genannt, aber nicht bewertet — der Rechner weist ausdrücklich darauf hin. Nicht abgedeckt sind außerdem Innenwiderstand und Spannungseinbruch unter Last, Zellungleichheit, Alterung und das Zusammenwirken mehrerer kurz aufeinanderfolgender Spitzen.

Warum reicht es nicht, nur die Stromhöhe mit dem Datenblatt zu vergleichen?

Weil Datenblätter Spitzenströme immer mit einer Zeitdauer angeben — „200 A für 30 s“. Im Beispielfall passt der Kompressoranlauf mit 180 A unter die 200-A-Grenze, aber seine 45 Sekunden passen nicht in das 30-Sekunden-Fenster: Die Batterie ist trotzdem überlastet. Ein Rechner, der nur Ströme vergleicht, gibt bei einem 3-Sekunden-Anlauf und einer dauerlaufenden Kreissäge dieselbe Antwort — und liegt in einem der beiden Fälle falsch.

Ist 1 C viel oder wenig?

Das hängt von der Batterie ab, nicht von der Zahl: Für LiFePO₄ ist 1 C Entladung meist unkritisch (viele Datenblätter erlauben 1–2 C dauerhaft), für eine Blei-Traktionsbatterie ist 1 C grenzwertig bis unzulässig, und beim Laden vertragen Bleibatterien oft nur 0,1–0,2 C. Genau deshalb bewertet dieser Rechner nie gegen Erfahrungswerte, sondern ausschließlich gegen die Grenzen aus deinem konkreten Datenblatt — und ohne Grenze nennt er nur die C-Rate, ohne Urteil.

Warum gibt es eine eigene temperaturkorrigierte Ladegrenze?

Weil die Ladegrenze bei Kälte deutlich sinkt — und die kalte Jahreszeit genau die ist, in der an kurzen Wintertagen ohnehin geladen werden muss. LiFePO₄ darf unter 0 °C gar nicht geladen werden, und auch darüber gelten reduzierte Ströme. Die temperaturkorrigierte Grenze ist die schärfere von beiden und wird beim Auslegen am häufigsten übersehen; der Rechner prüft sie getrennt.

Warum verweigert der Rechner Datenblattgrenzen zu raten?

Weil sie zwischen Batterien derselben Chemie um ein Vielfaches streuen: Eine 100-Ah-LiFePO4 mit 100-A-BMS erlaubt 1C dauerhaft, dieselbe Kapazität mit 50-A-BMS nur 0,5C — und AGM-Datenblätter nennen für denselben Block je nach Hersteller 0,2C bis 1C. Ohne deine Grenze nennt der Rechner nur die C-Rate und sagt ausdrücklich, dass die Bewertung fehlt, statt eine Klassenannahme unterzuschieben.

Woher bekomme ich Anlaufstrom und -dauer meiner Last?

Aus dem Wechselrichter-Rechner (größtes Anlaufereignis plus Grundlast) oder aus einer Messung mit Einschaltstrom-Funktion. Die Dauer ist der schwierigere Wert: Kompressoranläufe liegen unter drei Sekunden, Motoren unter Last können zehnmal länger brauchen. Im Referenzfall sind es 45 Sekunden — und genau daran scheitert die Prüfung, nicht an der Stromhöhe.

Was heißt es praktisch, wenn die Anlaufdauer das Fenster sprengt?

Dass das BMS abschalten darf, bevor der Anlauf vorbei ist — mitten im Motorhochlauf. Die Auswege, in sinnvoller Reihenfolge: Anlaufstrom senken (Softstarter, Sanftanlauf des Geräts), größere Batterie oder eine mit höherem Spitzenfenster, oder parallele Blöcke, die sich den Strom teilen. Ein größerer Wechselrichter allein hilft nicht — die Grenze sitzt in der Batterie.

Warum gibt es eine eigene temperaturkorrigierte Ladegrenze?

Weil viele Datenblätter die Ladegrenze nur für 25 °C nennen und darunter reduzieren — und geladen wird oft genau dann, wenn es kalt ist. Das Feld ist mit der Datenblattgrenze vorbelegt; wer die Herstellerkurve kennt, verschärft es bewusst. Die Prüfung meldet dann die kältere Grenze als die bindende.

Gilt die C-Raten-Prüfung auch für Parallelverbände?

Ja, mit einer Umrechnung: Bei n gleichen Blöcken teilt sich der Strom idealerweise durch n — die C-Rate je Block bleibt Strom je Block durch Blockkapazität. Praktisch verteilt er sich nur bei symmetrischer Verkabelung gleichmäßig; der Parallelschaltungs-Rechner prüft genau diese Symmetrie. Ungleiche Blöcke gehören nicht parallel.