Generator für die Hybridanlage auslegen

Dimensioniert den Generator im Hybridsystem über den Auslastungsgrad — ein dauerhaft unterlasteter Generator verrußt, und ein Rechner, der das ignoriert, gibt schädlichen Rat. Defizittage und Tageslücke werden je Tag des typischen Jahres an deinem Standort gezählt statt geschätzt: Für 3.000 Wh und 1.200 Wp in Berlin sind es 187 Tage, nicht 120. Das Killer-Feature bleibt der Grenzkostenvergleich Module gegen Generatorstunden — mit echten Zahlen fällt er deutlicher aus: Break-even 5,3 statt 10,7 Jahre.

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Ort („Freiburg“) oder Koordinaten („47.99, 7.84“) · DE / AT / CH

Auslastungsgrad 0,7–0,8 — ein Generator unter 30 % Last verrußt und verbraucht überproportional.

ADAC-Bundesmittel vom 29.07.2026: Super E10 2,14 €, Diesel 2,19 €.

Ergebnis · Live

Erforderliche Generatorleistung
2.500WMaximum aus Spitzenlast und Ladeleistung plus Dauerlast
Defizittage im Jahr
187d/a
Laufstunden pro Jahr
196h/amit Auslastungsgrad gerechnet, nicht mit Nennleistung
Kraftstoffkosten pro Jahr
276EUR/adauerhafte Kosten — die Vergleichsgröße zum Modul-Zubau
Alternative: Module nachrüsten
1.464EUReinmalig, für dieselbe Winterdeckung
Module amortisieren sich in
5,3aJahren gegenüber dem Generatorbetrieb
  • Aus deinem Standort und der Anlagengröße ergeben sich 187 Defizittage im typischen Jahr, mittlere Lücke 1.765 Wh je Tag; Auslegungsmonat Dez. Keine Schätzwerte mehr.GENERATOR_SOLAR_FROM_SITE
Winterdeckung: Module einmalig gegen Kraftstoff für immer
Module +2.439 Wp · 1.464 € einmaligKraftstoff 276 €/Jahr, kumuliertBreak-even 5,3 a0611Jahre

Der Generator läuft 196 h und verbrennt 128 l im Jahr. Die flache Linie ist der einmalige Modul-Zubau für dieselbe Deckung — wo die Kraftstoffgerade sie schneidet, hat sich der Zubau bezahlt gemacht. Das ist die Entscheidung, die tatsächlich ansteht.

Rechenschritte
  • Tägliche Deckungslücke: max(0, E_demand - E_solar) = 1.765,1 Wh/d
  • Erforderliche Generatorleistung: max(P_load,peak ; P_charge,max + P_load,cont) = 2.500 W
  • Effektive Leistung: P_gen * f_load = 1.875 W
  • Laufstunden je Jahr: ΔE * d / (P_eff * eta_charge) = 195,6 h/a
  • Kraftstoffkosten je Jahr: t_lauf * P_effektiv * Verbrauch * Preis = 275,98
  • Entsprechende Modulleistung: Delta / (PSH * eta_Kette) = 2.439,3 Wp
  • Break-even-Entfernung: C_PV / C_fuel,a = 5,3032 a

Die Formeln hinter dem Rechner

Jede Zahl oben ist nachrechenbar: der vollständige Rechenweg, alle Annahmen und die Datenquelle mit Abrufdatum — dazu die Kreuzvalidierung gegen unabhängige Referenzen. Offengelegt statt behauptet.

Schätzung auf Basis der genannten Annahmen. Die finale Auslegung muss von einer qualifizierten Fachkraft nach den vor Ort geltenden Vorschriften geprüft werden.

Jeder Zwischenwert mit Formel, Zahl und Herkunft
SchrittFormelWertHerkunft
Tägliche Deckungslückemax(0, E_demand - E_solar)1.765,1 Wh/dexakt
Erforderliche Generatorleistungmax(P_load,peak ; P_charge,max + P_load,cont)2.500 Wexakt
Effektive LeistungP_gen * f_load1.875 WAnnahme
Laufstunden je JahrΔE * d / (P_eff * eta_charge)195,6 h/aexakt
Kraftstoffkosten je Jahrt_lauf * P_effektiv * Verbrauch * Preis275,98 Annahme
Entsprechende ModulleistungDelta / (PSH * eta_Kette)2.439,3 WpAnnahme
Break-even-EntfernungC_PV / C_fuel,a5,3032 aexakt
Formel
t_lauf = Δ · Tage / (P_gen · Auslastung · η_lade)
Gültigkeitsbereich
Generatorgröße aus Spitzenlast bzw. Ladeleistung plus Dauerlast, Laufstunden aus der Jahreslücke bei effektiver Leistung (Nennleistung × Auslastungsgrad — nie 1,0). Defizittage und Tageslücke werden je Tag des TMY-Jahres gezählt (Standort + Anlagengröße, dieselbe Stundenkette wie Rechner 27/43); die Auslegungs-Sonnenstunden für den Modulvergleich kommen aus der Modulebene des Standorts. Referenzfall: 3.000 Wh/d, 1.200 Wp in Berlin → 187 Defizittage, 1.765 Wh mittlere Lücke, 196 Laufstunden, Break-even der Zusatzmodule 5,3 Jahre. Kraftstoffpreis als sichtbare Annahme (ADAC-Bundesmittel 29.07.2026).
Nicht abgedeckt
Speicherübertrag zwischen Tagen (eine Batterie senkt die echten Generatorstarts — Rechner 45 rechnet das stundengenau), Anlaufverhalten und Teillastkennlinie des konkreten Aggregats, Wartungsintervalle, Emissionsvorschriften und Lärmgrenzen am Aufstellort, Kraftstoffpreis-Entwicklung.

Häufige Fragen

Wie groß muss der Generator für meine Hybridanlage sein?

Die erforderliche Leistung ist das Maximum aus der Spitzenlast und der Summe aus maximaler Ladeleistung und Dauerlast. Laufstunden und Kraftstoff werden dann aus der Deckungslücke gerechnet — mit der effektiven Leistung, also Nennleistung mal Auslastungsgrad, nicht mit der Nennleistung. Bemerkenswert: Die Kraftstoffmenge hängt kaum von der Generatorgröße ab, Lebensdauer und Verschleiß dagegen sehr wohl.

Warum darf ein Generator nicht dauerhaft unter 30 % Last laufen?

Ein Generator unter 30 % Last verrußt — bei Diesel spricht man von Nassstapeln — und verbraucht überproportional. Ein 5-kW-Generator für eine 1-kW-Ladelast ist deshalb ein technisch schädlicher Rat. Der Rechner warnt bei zu niedrigem Auslastungsgrad und ebenso, wenn der Generator nur wenige Stunden im Jahr läuft, weil dann Standschäden teurer werden als Kraftstoff.

Lohnen sich zusätzliche Solarmodule statt Generatorstunden?

Das ist der Grenzkostenvergleich, den der Rechner ausgibt: Die letzten Wattstunden Winterdeckung kosten entweder zusätzliche Module einmalig oder Generatorstunden dauerhaft. Der Break-even ist Modulkosten geteilt durch jährliche Kraftstoffkosten; liegt er unter fünf Jahren, weist der Rechner ausdrücklich darauf hin, dass Module günstiger sind. Teillastkennlinie, Wartungsintervalle und Lärmgrenzen des konkreten Aggregats sind nicht abgebildet.

Warum rechnet der Rechner mit Auslastungsgrad statt Nennleistung?

Weil ein Generator im Ladebetrieb nie auf Nennleistung läuft: Realistisch sind 70–80 % Auslastung, und die Laufstunden ergeben sich aus der Jahres-Deckungslücke geteilt durch diese effektive Leistung. Wichtiger noch: Ein Generator dauerhaft unter 30 % Last verrußt (Nassstapeln bei Diesel) und verbraucht überproportional — ein 5-kW-Gerät für eine 1-kW-Ladelast ist ein technisch schädlicher Rat, und der Rechner warnt genau davor.

Module nachrüsten oder Generator laufen lassen — wie entscheide ich das?

Über die Grenzkosten: Dieselbe Winterdeckung kostet entweder einen einmaligen Modul-Zubau oder dauerhaft Kraftstoff. Der Rechner rechnet die Deckungslücke in äquivalente Modulleistung um und zeichnet beide Kostenlinien über die Jahre — der Schnittpunkt ist der Break-even. Liegt er unter der Lebensdauer der Module, sind Module die wirtschaftlichere Wahl; ein Rest-Generator für seltene Extremwochen bleibt trotzdem oft sinnvoll.

Mit welchem Kraftstoffpreis wird gerechnet?

Vorbelegt ist 2,15 €/l zwischen den ADAC-Bundesmitteln vom 29.07.2026 (Super E10 2,14 €, Diesel 2,19 €) — als sichtbare Annahme mit Bandbreite, denn der Preis ist der größte Hebel der Betriebskosten. Der spezifische Verbrauch (l/kWh) kommt aus dem Datenblatt deines Geräts; kleine Benziner liegen bei 0,4–0,6 l/kWh, Diesel bei 0,3–0,36.

Woher kommen die Defizittage?

Aus dem Stundenjahr deines Standorts und deiner Anlagengröße: Für jeden Tag des typischen Jahres wird geprüft, ob der Solarertrag den Tagesbedarf erreicht. Vorher waren es 120 angenommene Tage — für 3.000 Wh Bedarf und 1.200 Wp in Berlin sind es tatsächlich 187. Die Richtung überrascht nicht: Auch beim Inselanlagen-Vergleich wurden aus 5 angenommenen Tagen 146 echte.

Warum je Tag gezählt statt je Monat gemittelt?

Weil ein Monat im Mittel decken kann und trotzdem Defizittage enthält. Ein trüber Novembertag liefert ein Zehntel des Monatsmittels; wer nur Monatssummen vergleicht, übersieht genau die Tage, für die der Generator angeschafft wird. Gezählt wird deshalb je TMY-Tag — dieselbe Stundenkette wie im Jahresertrags-Rechner, auf Tage aufsummiert.

Was ändert sich am Grenzkostenvergleich?

Er wird schärfer — zu Gunsten der Module. Mit den echten Zahlen (187 Tage, 1.765 Wh mittlere Lücke, 1,03 Sonnenstunden im Dezember statt 0,8) sinkt der Break-even der Zusatzmodule von 10,7 auf 5,3 Jahre. Der Grund: Die Schätzwerte unterschätzten die Generatorstunden und überschätzten die nötige Modulleistung gleichzeitig.

Warum steht die vorhandene Modulleistung im Formular?

Weil die Deckungslücke von ihr abhängt — und weil der Modul-Rechner sie direkt übergibt: Wer dort seine Anlage ausgelegt hat, findet die Wattzahl hier vorausgefüllt. Verdoppelt man im Beispiel die Anlage auf 2.400 Wp, fallen die Defizittage von 187 auf 119 und die Laufstunden von 196 auf 120 im Jahr.

Deckt die Rechnung auch eine Batterie ab, die Defizittage überbrückt?

Nein, bewusst nicht. Die Tageszählung vergleicht Ertrag und Bedarf je Tag, ohne Speicherübertrag zwischen Tagen — eine Batterie, die zwei trübe Tage überbrückt, senkt die echten Generatorstarts unter die gezählten Defizittage. Diese Frage beantwortet der Inselanlagen-Rechner mit stundengenauem Speicher-Dispatch; hier bleibt die Zählung die konservative Obergrenze.