Gartenhaus-Solaranlage auslegen

Zeigt beide Auslegungen nebeneinander — und sucht den Auslegungsmonat je Saison selbst: Er ist der schwächste Monat, den die Saison enthält, aus dem Stundenraster deines Standorts. Für ein Gartenhaus bei Berlin mit 45° Süddach ist das für die Sommersaison der Oktober und nicht der April. Ganzjahresbetrieb kostet dort Faktor 2,5 an Modulleistung. Dazu die Standzeitrechnung: Ein Gartenhaus steht im Winter leer, und bei Blei-Chemien ist Selbstentladung plus Tiefentladung der Batterietod.

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Ort („Freiburg“) oder Koordinaten („47.99, 7.84“) · DE / AT / CH

Daraus kommen beide Auslegungen: Der Rechner sucht je Saison den schwächsten Monat und rechnet mit dessen Peak Sun Hours — aus 19 PVGIS-Jahren.

Am Gartenhaus lohnt sich eine steile Fläche, wenn ganzjährig Strom gebraucht wird — sie holt die flache Wintersonne besser ein.

Ausrichtung

Süd = 0°. Ost oder West kostet im Winter mehr als im Sommer.

Blei (AGM/Gel/Nass) verträgt Frost beim Laden — Lithium nicht.

Monate, in denen das Haus leer steht und nichts nachlädt.

Ergebnis · Live

Nur Sommerbetrieb
298WpAuslegung auf den schwächsten Monat der Saison April bis Oktober
Ganzjährig
752WpAuslegung auf den schwächsten Monat des ganzen Jahres
Faktor Ganzjahr zu Sommer
2,5so viel größer wird die Anlage durch den Winterbetrieb
Ladezustand nach der Standzeit
91%Selbstentladung über die Leerstandsmonate, ohne Nachladung
  • Bei 90 Tagen Entladedauer wird die Selbstentladung relevant. Bei Blei-Chemien führt sie in Kombination mit Tiefentladung zum Batterietod.LONG_IDLE_SELF_DISCHARGE
  • An diesem Standort ist Schneelage wahrscheinlich (Dez, Jan, Feb). Das Einstrahlungsmodell bildet Schneebedeckung ausdrücklich nicht ab.SNOW_NOT_MODELLED
  • Beide Auslegungen kommen aus dem Stundenraster deines Standorts. Schwächster Monat der Sommersaison: Oktober mit 2,88 Peak Sun Hours; ganzjährig ist es Dezember mit 1,14. Der Auslegungsmonat ist damit abgeleitet, nicht angenommen.CABIN_PSH_FROM_LOCATION
  • Ganzjährige Auslegung verlangt 752 Wp statt 298 Wp für den Sommerbetrieb — Faktor 2,5. Der Auslegungszeitraum bestimmt die Anlagengröße stärker als jede andere Entscheidung.SEASON_DESIGN_DOMINATES
Der Saisonschalter: Sommer- gegen Ganzjahresauslegung
nur Saison298 Wp · 179 € ganzjährig752 Wp · 451 € Faktor 2,5 — der Winter bestimmt die Anlagengröße.

Wer das Haus im Winter abschließt, legt auf den April aus — nicht auf den Dezember. Die meisten Rechner legen still ganzjährig aus und verkaufen die mehrfache Anlage.

Überlebt die Batterie die Standzeit?
Tiefentladegrenze 50 % 91 % 0123Monate100 %0 %

Nach 3 Monaten Standzeit sind noch 91 % Ladung da — die Batterie übersteht den Leerstand. Voll abschließen bleibt Pflicht.

Rechenschritte
  • Modulleistung für Sommerbetrieb: E_d / (PSH_summer * eta_chain) = 297,58 Wp
  • Modulleistung ganzjährig: E_d / (PSH_winter * eta_chain) = 752,05 Wp
  • Faktor zwischen den Auslegungen: P_yearround / P_summer = 2,5272
  • Erforderliche Nennkapazität: E_d * d_autonomy / (U * DoD * f_age * eta_path) = 371,28 Ah
  • Ladezustand nach der Standzeit: SoC_start - r_self,month * months = 0,91

Die Formeln hinter dem Rechner

Jede Zahl oben ist nachrechenbar: der vollständige Rechenweg, alle Annahmen und die Datenquelle mit Abrufdatum — dazu die Kreuzvalidierung gegen unabhängige Referenzen. Offengelegt statt behauptet.

Schätzung auf Basis der genannten Annahmen. Die finale Auslegung muss von einer qualifizierten Fachkraft nach den vor Ort geltenden Vorschriften geprüft werden.

Datenstand: 2026-06-15

Jeder Zwischenwert mit Formel, Zahl und Herkunft
SchrittFormelWertHerkunft
Modulleistung für SommerbetriebE_d / (PSH_summer * eta_chain)297,58 Wpexakt
Modulleistung ganzjährigE_d / (PSH_winter * eta_chain)752,05 Wpexakt
Faktor zwischen den AuslegungenP_yearround / P_summer2,5272 exakt
Erforderliche NennkapazitätE_d * d_autonomy / (U * DoD * f_age * eta_path)371,28 Ahexakt
Ladezustand nach der StandzeitSoC_start - r_self,month * months0,91 Annahme
Formel
P_array = E_d / (PSH(Standort, schwächster Monat der Saison) · η_chain) · SoC_end = SoC_start − r_self · months
Gültigkeitsbereich
Ein Auslegungsmonat je Saison — abgeleitet als schwächster Monat der Saison aus dem TMY-Stundenraster (1.155 DACH-Rasterpunkte, PVGIS-SARAH3 2005–2023), für die eingegebene Dachneigung und -ausrichtung. Sommersaison ist April bis Oktober. Keine Nachladung während der Standzeit.
Nicht abgedeckt
Verschattung, Schneebedeckung der Module, Temperaturabhängigkeit der Selbstentladung, Erhaltungsladung über ein kleines Zusatzmodul. Die Selbstentladung ist linear gerechnet — das ist über wenige Monate die konservativere Form.
Datenquellen
  • Herstellerdatenblätter (Victron, Fronius, BYD) und IEC 61427-1, aggregiert · abgerufen 2026-06-15

Häufige Fragen

Wie viel größer muss die Gartenhaus-Anlage für Ganzjahresbetrieb sein?

Der Auslegungsmonat wandert vom Herbstrand der Sommersaison auf den Dezember — und der Rechner sucht beide selbst. Für ein 45°-Süddach bei Berlin sind das Oktober (2,88 Peak Sun Hours) und Dezember (1,14), also Faktor 2,5 an Modulleistung: 298 gegenüber 752 Wp bei 600 Wh Tagesbedarf. Der oft genannte Faktor fünf entsteht nur aus pauschalen Annahmen von 4,5 und 0,8 Peak Sun Hours, die für ein geneigtes Süddach nicht zutreffen. Der Rechner zeigt beide Auslegungen mit Modulleistung und Kosten nebeneinander, statt stillschweigend ganzjährig auszulegen und die größere Anlage zu verkaufen.

Überlebt meine Batterie den Winter, wenn das Gartenhaus leer steht?

Das rechnet die Standzeitrechnung aus: Ladezustand bei Abfahrt minus Selbstentladung mal Standmonate. Bei Blei-Chemien führt Selbstentladung in Kombination mit Tiefentladung zum Batterietod — die Batterie ist im Frühjahr nicht leer, sondern kaputt. Unterschreitet der Ladezustand die kritische Grenze, warnt der Rechner; volle Ladung vor der Abreise ist die wichtigste Gegenmaßnahme.

Ist die Winterauslegung des Gartenhaus-Rechners verlässlich?

Mit Einschränkungen: Schneebedeckung der Module ist nicht modelliert und im Dezember der häufigste Totalausfall — bei winterlichen Sonnenstunden unter 1 PSH warnt der Rechner ausdrücklich. Ebenfalls nicht abgedeckt sind Verschattung, die Temperaturabhängigkeit der Selbstentladung und Erhaltungsladung über ein kleines Zusatzmodul; die Selbstentladung ist linear gerechnet, was über wenige Monate die konservativere Form ist.

Warum steht AGM als Standard-Chemie im Gartenhaus-Rechner?

Weil das Lastprofil eines Gartenhauses die Schwächen von Blei kaum trifft und seine Stärken nutzt: AGM verträgt das Laden bei Frost, das LiFePO4-Zellen zerstört — und ein unbeaufsichtigtes Haus kann im Winter nicht auf eine Batterieheizung aufpassen. Bei wenigen Zyklen pro Jahr spielt die höhere Zyklenfestigkeit von Lithium ihre Stärke nicht aus. Wer ganzjährig heizt oder täglich zykliert, wechselt die Chemie im Feld oben — der Rechner rechnet die Tiefentladegrenze automatisch um.

Welche Rolle spielt die Zellchemie für die Standzeit?

Eine doppelte: Nasse Bleibatterien verlieren rund 8 % Ladung je Monat, AGM, Gel und Lithium etwa 3 %. Und die Tiefentladegrenze liegt bei Blei bei 50 % Restladung, bei Lithium bei 20 %. Eine nasse Batterie, die halbvoll abgeschlossen wird, ist nach drei Monaten unter der Grenze — die Kurve in der Grafik zeigt genau diesen Verlauf für deine Eingaben.

Reicht ein kleines Erhaltungsmodul über den Winter?

Meist ja — und der Rechner rechnet es bewusst nicht schön: Die Standzeitrechnung gilt für den Fall ganz ohne Nachladung. Schon 10–20 Wp mit einem einfachen Laderegler decken die Selbstentladung einer typischen 100-Ah-Batterie um ein Mehrfaches und halten sie über Monate voll. Wichtig: schneefreier Anbringungsort (senkrecht an der Südwand statt flach aufs Dach) und ein Regler mit Erhaltungsladung.

Welcher Monat ist beim Gartenhaus der Auslegungsmonat?

Der schwächste Monat der jeweiligen Saison — und der Rechner sucht ihn selbst, statt ihn anzunehmen. Für ein Süddach mit 45° Neigung bei Berlin ist das im Ganzjahresbetrieb der Dezember mit 1,14 Peak Sun Hours. Für die Sommersaison April bis Oktober ist es aber nicht der April, sondern der OKTOBER mit 2,88 — bei geneigter Fläche liegt der Herbstrand tiefer als der Frühjahrsrand. Wer stattdessen mit dem April rechnet, legt die Anlage zu klein aus und steht im Oktober im Dunkeln.

Wie viel bringt eine steilere Dachneigung am Gartenhaus?

Im Ganzjahresbetrieb erstaunlich viel, weil der Dezember den Ausschlag gibt. Für dasselbe Gartenhaus bei Berlin (600 Wh/Tag): 20° Neigung verlangt 1.036 Wp, 45° nur noch 752 Wp, 70° sogar 673 Wp. Eine sehr steile Fläche ist im Sommer schlechter und im Winter besser — und der Winter bestimmt die Größe. In der Sommersaison dagegen ist die Neigung fast gleichgültig (298 gegenüber 295 Wp zwischen 45° und 70°).

Was kostet eine Ost- oder Westausrichtung am Gartenhaus?

Mehr, als die meisten erwarten, weil der Verlust im Winter am stärksten zuschlägt. Dasselbe Gartenhaus mit 45° nach Westen statt nach Süden braucht ganzjährig 1.691 statt 752 Wp — mehr als das Doppelte, und im Modulpreis rund 1.015 statt 451 Euro. In der Sommersaison ist der Unterschied mit 505 gegenüber 298 Wp deutlich kleiner. Die Ausrichtung ist damit am Gartenhaus keine Nebensache.

Warum ist der Unterschied zwischen Sommer- und Ganzjahresbetrieb kleiner als oft behauptet?

Weil der oft zitierte Faktor fünf aus zwei zu extremen Annahmen entsteht: 4,5 Peak Sun Hours für den Sommer und 0,8 für den Winter. Beides trifft für ein geneigtes Süddach nicht zu. Gerechnet mit echten Standortdaten für 45° Süd bei Berlin liegt der Faktor bei 2,5 (752 gegenüber 298 Wp) — immer noch erheblich, aber eben nicht fünffach. Dieser Rechner hat die alten Annahmen selbst getragen, bis sie durch Standortdaten ersetzt wurden.

Wie groß muss die Anlage für ein Gartenhaus mit 600 Wh am Tag sein?

Für die Sommersaison April bis Oktober rund 298 Wp, für Ganzjahresbetrieb rund 752 Wp — jeweils bei 45° Süddach in der Region Berlin und 70 Prozent Kettenwirkungsgrad. In Modulkosten sind das etwa 179 gegenüber 451 Euro. Die Batteriebank kommt getrennt dazu und richtet sich nach den Autonomietagen, nicht nach der Modulleistung.