Sonnenstunden berechnen (Peak Sun Hours)

Rechnet die Peak Sun Hours deines Standorts je Monat — in Modulebene, für beliebige Neigung UND Ausrichtung, mit Geländehorizont und P50/P90-Band aus 19 Einzeljahren. Datengrundlage: PVGIS-Stundendaten (SARAH3). „Sonnenscheinstunden“ aus dem Wetterbericht sind für die Auslegung unbrauchbar; Peak Sun Hours sind Energie: kWh/m² je Tag. Genau die Sonneneinstrahlung, die über den Ertrag deiner Solaranlage entscheidet.

Eingabe

Eingabe

Ort („Freiburg“) oder Koordinaten („47.99, 7.84“) · DE / AT / CH

Montage & Nachführung
Ausrichtung

0 = Süd · −90 = Ost · +90 = West

Ergebnis · Live

Jahresmittel (PSH)
3,58kWh/m²/d
P90-Jahressumme
1.208kWh/m²in 9 von 10 Jahren erreicht
Schlechtester Monat
1,03kWh/m²/d
Bester Monat
5,72kWh/m²/d
Mehrertrag Modulebene
18,1%gegenüber Globalstrahlung (GHI)
  • An diesem Standort ist Schneelage wahrscheinlich (Jan). Das Einstrahlungsmodell bildet Schneebedeckung ausdrücklich nicht ab.SNOW_NOT_MODELLED
  • Zwischen bestem und schlechtestem Monat liegt Faktor 5,5. Die Wahl des Auslegungsmonats entscheidet über die Anlagengröße.WINTER_SUMMER_RATIO_EXTREME

Zur Einordnung: Ein 400-W-Modul liefert hier im Dez rund 0,4 kWh am Tag, im Jun rund 2,3 kWh — vor Systemverlusten.

Peak Sun Hours je Monat — mit P50/P90-Band und Globalstrahlung (GHI)
01234567JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDezJun 5,72ModulebeneGlobalstrahlung (GHI)
Jun · Modulebene: 5,72 · P50 5,61 · P90 5,24 · Globalstrahlung (GHI): 5,74 kWh/m²/d — Mit der Maus über das Diagramm fahren für Einzelwerte.
Werte als Tabelle
MonatModulebeneP50P90Globalstrahlung (GHI)
Jan1,151,070,970,65
Feb2,201,981,451,38
Mär3,443,242,612,56
Apr4,974,884,044,28
Mai5,395,474,575,18
Jun5,725,615,245,74
Jul5,425,234,715,35
Aug5,075,114,394,59
Sep4,304,233,543,36
Okt2,752,781,961,82
Nov1,501,501,110,86
Dez1,031,000,810,53
19 echte Jahre (2005–2023), skaliert auf deine Konfiguration
P90 1.208P50 1.3021.184 kWh/m²1.205 kWh/m²1.209 kWh/m²1.235 kWh/m²1.247 kWh/m²1.266 kWh/m²1.272 kWh/m²1.284 kWh/m²1.297 kWh/m²1.302 kWh/m²1.306 kWh/m²1.315 kWh/m²1.336 kWh/m²1.373 kWh/m²1.378 kWh/m²1.380 kWh/m²1.387 kWh/m²1.395 kWh/m²1.476 kWh/m²1.1841.476 kWh/m²

P90 heißt: In 9 von 10 Jahren erreicht deine Fläche mindestens diesen Wert — die vorsichtige Zahl für Auslegung und Finanzierung. Jeder Punkt ist ein echtes Wetterjahr, umgerechnet auf deine Konfiguration.

Wann liefert die Fläche? — mittlere Einstrahlung je Stunde und Monat
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez036912151821Uhrzeit (MEZ)

Mit der Maus über das Diagramm fahren für Einzelwerte. · Skala: 0–678 W/m²

Werte als Tabelle
Monat01234567891011121314151617181920212223
Jan0000000001061631722332331389790000000
Feb0000000077189299363353335285196978000000
Mär00000016217931242149252042639732521782100000
Apr000002401533104725726516786455654322781412900000
Mai000002310225941458064461564363250541028418776160000
Jun0000536109256399460620664658647632474358247114372000
Jul00000238320333749060464565261856847337622396280000
Aug000005561773515046266446296505113803051685470000
Sep0000001412928840352759959957349536222488300000
Okt0000000552053013744064183572842241166000000
Nov000000007119722226227423813110510000000
Dez0000000001241801541851831337500000000

Die Neigungs-Heatmap wird nach dem Laden berechnet …

Das Horizont-Diagramm erscheint nach dem Laden …

Rechenschritte
  • Stundensimulation (Perez-Transposition): Σ_8760h Perez-POA(tilt 35°, az 0°) = 1.419,3 kWh/m²
  • Kalibrierung aufs Vieljahresmittel der Einzeljahre: POA × mean(2005–2023)/TMY @ 35° S (× 0.921) = 1.307,8 kWh/m²
  • Jahresmittel je Tag: H_a / 365 = 3,5831 kWh/m²/d
  • Gewinn gegenüber Globalstrahlung: POA_a / GHI_a - 1 = 18,119 %
  • P50/P90 aus Einzeljahren: P50/P90(n = 19, ref 35°) = 1.207,9 kWh/m²

Die Formeln hinter dem Rechner

Jede Zahl oben ist nachrechenbar: der vollständige Rechenweg, alle Annahmen und die Datenquelle mit Abrufdatum — dazu die Kreuzvalidierung gegen unabhängige Referenzen. Offengelegt statt behauptet.

Schätzung auf Basis der genannten Annahmen. Die finale Auslegung muss von einer qualifizierten Fachkraft nach den vor Ort geltenden Vorschriften geprüft werden.

Datenstand: 2026-07-30

Jeder Zwischenwert mit Formel, Zahl und Herkunft
SchrittFormelWertHerkunft
Stundensimulation (Perez-Transposition)Σ_8760h Perez-POA(tilt 35°, az 0°)1.419,3 kWh/m²gemessen
Kalibrierung aufs Vieljahresmittel der EinzeljahrePOA × mean(2005–2023)/TMY @ 35° S (× 0.921)1.307,8 kWh/m²gemessen
Jahresmittel je TagH_a / 3653,5831 kWh/m²/dgemessen
Gewinn gegenüber GlobalstrahlungPOA_a / GHI_a - 118,119 %gemessen
P50/P90 aus EinzeljahrenP50/P90(n = 19, ref 35°)1.207,9 kWh/m²gemessen
Formel
POA (Einstrahlung in Modulebene) je Stunde = Direkt · cos AOI + Perez-Himmelsdiffus + Bodenreflex · Summe über 8760 h · je Monat aufs Vieljahresmittel 2005–2023 kalibriert
Gültigkeitsbereich
DACH-Raster mit 0,25°-Auflösung (1155 Punkte, PVGIS-SARAH3 2005–2023), Neigung 0–90°, alle Ausrichtungen, feste Flächen sowie ein- und zweiachsige Nachführung, Geländehorizont des Rasterpunkts eingerechnet. Das Niveau ist je Monat aufs Vieljahresmittel der PVGIS-Einzeljahre kalibriert, der Sonnenstand auf den SARAH-Scanzeitpunkt (ca. hh:11) gelegt. Kreuzvalidiert gegen PVGIS: absolute Jahressumme unter 2 % Abweichung an vier Flachland-Referenzstandorten über alle Neigungen 15–90°, Ost- und Westflächen gegen die PVGIS-Stundenrechnung bei rund 1 %.
Nicht abgedeckt
Schneebedeckung der Module (eigener Warnhinweis), Nahverschattung durch Gebäude und Bäume (nur der Geländehorizont ist eingerechnet), Backtracking und Reihenverschattung bei Nachführung. Die P50/P90-Jahresstreuung wird an der Referenz 35° Süd gemessen und auf die gewählte Konfiguration übertragen — eine ausgewiesene Näherung.
Datenquellen

Dieselbe Fläche an Standorten in der Nähe

35° Neigung, Südausrichtung, identische Fläche — die nächstgelegenen Städte rund um deinen Standort, jede mit eigenem Wetter-Rasterpunkt. Jede Zeile ist mit denselben Formeln gerechnet wie dein Ergebnis oben.

Standortvergleich: Jahresmittel, P90 und optimaler Neigungswinkel je Stadt
StandortEntfernungPSH/TagP90 kWh/m²Optimum
Berlin1 km3,581.20840°
Oranienburg19 km3,501.19440°
Blankenfelde-Mahlow20 km3,581.19835°
Potsdam22 km3,591.21540°
Bernau22 km3,521.20935°
Ludwigsfelde26 km3,641.21940°
Königs Wusterhausen29 km3,571.20340°
Strausberg33 km3,631.23240°
Eberswalde45 km3,571.22740°

Zwischen dem sonnigsten und dem trübsten Nachbarort liegen 4 % — Standort schlägt Neigungsoptimierung. Klick auf einen Ort öffnet dessen Standortseite in einem neuen Tab.

Sonnenstunden in großen Städten (DE / AT / CH)

Peak Sun Hours bei 35° Neigung, Südausrichtung — gerechnet mit derselben Engine wie oben, inklusive Geländehorizont. Die Jahressumme in kWh/m² ist zugleich der ideale Ertrag je kWp vor Systemverlusten („Volllaststunden“); wer off-grid auslegt, dimensioniert nach dem schlechtesten Monat, nicht nach dem Jahresmittel.

Peak Sun Hours großer Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Jahresmittel, schlechtester und bester Monat, P90-Jahressumme, optimale Neigung
StadtJahr Ø PSH/TagTrübster MonatBester MonatP90 kWh/m²Optimum
BerlinDE3,581,035,721.20840°
HamburgDE3,410,895,531.17640°
MünchenDE3,951,785,681.34940°
KölnDE3,511,135,391.21140°
Frankfurt am MainDE3,761,165,741.28135°
DüsseldorfDE3,541,135,421.22440°
StuttgartDE3,871,445,781.32035°
EssenDE3,491,125,391.20735°
DortmundDE3,481,115,361.18440°
DresdenDE3,631,305,481.23740°
WienAT3,931,156,001.36435°
GrazAT4,231,966,061.42840°
LinzAT3,941,405,841.37435°
SalzburgAT3,650,555,221.23935°
ZürichCH4,031,735,731.38240°
GenfCH4,372,066,191.50340°
BaselCH3,961,765,681.31035°
LausanneCH4,292,036,051.46640°

Alle Werte: 35° Neigung, Süd, Geländehorizont des jeweiligen Rasterpunkts, PVGIS-SARAH3-Stundendaten (2005–2023), je Monat aufs Vieljahresmittel kalibriert. Klick auf eine Stadt öffnet deren Standortseite mit Monatswerten und optimaler Neigung.

Häufige Fragen

Was sind Peak Sun Hours — und warum sind Wetterbericht-Sonnenstunden unbrauchbar?

Peak Sun Hours sind Energie: kWh/m² je Tag, ausgedrückt als Stunden voller Referenzeinstrahlung (1000 W/m²). Die „Sonnenscheinstunden“ aus dem Wetterbericht (amtlich: Sonnenscheindauer, gemessen vom DWD) messen etwas anderes: die Zeit, in der die Direktstrahlung über 120 W/m² liegt (WMO-Definition) — eine blasse Winterstunde knapp über der Schwelle zählt dort voll, genau wie eine gleißende Junistunde mit einem Vielfachen an Energie. Für die Auslegung zählt nur die Energie. Berlin bei 35° Neigung: rund 5,7 PSH im besten Monat, knapp über 1 im Dezember — ein Jahresschnitt verschleiert genau diesen Unterschied.

Wie rechnet dieser Rechner — und wie genau ist er?

Er simuliert dein Modul Stunde für Stunde durch ein typisches meteorologisches Jahr (TMY, 8760 Stundenwerte aus PVGIS-SARAH3, 2005–2023): Sonnenstand, Einfallswinkel, Perez-Transposition des Diffusanteils, Bodenreflexion und der Geländehorizont deines Rasterpunkts. Deshalb funktioniert er für jede Ausrichtung — auch Ost-West oder Fassade. Im Kreuzvergleich mit PVGIS liegt der Neigungsgewinn unter 2 % Abweichung (bis 60° Neigung) bzw. 3 % an der Fassade.

Was bedeuten P50 und P90 — und warum streuen die Jahre?

Das typische Jahr ist ein Mittelwert; echte Jahre streuen um mehrere Prozent. Aus den 19 Einzeljahren des Datensatzes bildet der Rechner deshalb zwei Bänder: P50 ist der Median — die Hälfte der Jahre liegt darüber. P90 ist der Wert, der in 9 von 10 Jahren erreicht wird — die vorsichtige Zahl für Auslegung und Finanzierung. Wer mit P50 plant, wird in der Hälfte der Jahre enttäuscht.

Gilt der Wert auch für mein Grundstück im Tal oder am Hang?

Der Geländehorizont (Berge, Hügelketten) deines nächstgelegenen Rasterpunkts ist eingerechnet — das 0,25°-Raster liegt nie weiter als ~17 km entfernt. NICHT eingerechnet ist Nahverschattung durch Gebäude, Bäume oder den Nachbargiebel; die wirkt zusätzlich und vor allem im Winter. Auch Schnee auf den Modulen ist nicht modelliert — für diese Monate warnt der Rechner ausdrücklich.

Wie viele Sonnenstunden braucht eine Photovoltaik-Anlage, damit sie sich lohnt?

Die Frage ist verständlich, aber falsch gestellt — entscheidend ist nicht die Stundenzahl, sondern die Energie. Bei 35° Süd sammelt eine Modulfläche in DACH zwischen rund 3,4 (Hamburg) und 4,4 (Genf) kWh/m² am Tag im Jahresmittel, als Jahressumme 1.250 bis 1.600 kWh/m² (siehe Städte-Tabelle). Nach Systemverlusten bleiben davon grob 85 % als spezifischer Ertrag je kWp. Ob sich das rechnet, entscheiden dann Strompreis, Eigenverbrauch und Anlagenkosten — nicht die Sonne: Der Unterschied zwischen dem trübsten und dem sonnigsten DACH-Standort liegt bei nur etwa 25 %, ganz DACH ist hell genug für wirtschaftliche Photovoltaik.

Wie stark bricht der Ertrag im Winter ein?

Deutlich: Zwischen bestem und schlechtestem Monat liegt in DACH typisch Faktor 4 bis 6 — Berlin bei 35° Süd: rund 5,7 kWh/m² am Tag im Juni, etwa 1 im Dezember. Deshalb zeigt dieser Rechner den schlechtesten Monat als eigene Kennzahl: Wer off-grid plant, dimensioniert nach dem Dezember (am besten nach dessen P90-Wert), nicht nach dem Jahresmittel. Steilere Neigung mildert den Winterknick — probiere es oben live aus; für die senkrechte Montage am Balkongeländer gibt es den eigenen Balkonkraftwerk-Rechner.

Sind Peak Sun Hours dasselbe wie Volllaststunden?

Nein, aber sie hängen direkt zusammen. Peak Sun Hours beschreiben das Sonnenangebot je Quadratmeter Modulfläche (kWh/m² und Tag), Volllaststunden den Ertrag je installierter Leistung (kWh/kWp und Jahr — der „spezifische Ertrag“). Die Brücke: Bei Referenzeinstrahlung liefert ein Kilowatt Peak genau ein Kilowatt — die PSH-Jahressumme ist damit der ideale Ertrag je kWp, bevor reale Systemverluste abgehen (PVGIS setzt dafür pauschal 14 % an). Beispiel Berlin, 35° Süd: 1.300 kWh/m² im Jahr ergeben rund 1.100 Volllaststunden.

Funktioniert der Rechner auch außerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Noch nicht. Das Stundenraster deckt derzeit den DACH-Raum ab: 1.155 Rasterpunkte mit 0,25° Auflösung, der nächste Punkt ist nie weiter als ~17 km entfernt. Für andere Regionen sind die Behörden-Tools die beste Wahl: PVGIS der EU-Kommission (weltweit außer Polregionen) oder PVWatts vom US-Labor NLR (ehemals NREL) für die USA. Ein US-Raster auf Basis der NSRDB-Stundendaten ist in Vorbereitung — mit demselben Rechenweg und denselben P50/P90-Bändern wie hier.