Monatsertrag berechnen
Rechnet den Ertrag deiner Anlage für jeden Monat einzeln — stundengenau mit der vollen PVGIS-Leistungskette: Modultemperatur aus Wetterdaten (Faiman), Schwachlicht-Kennlinie (Huld), Reflexionsverlust bei flachem Lichteinfall (Martin & Ruiz) und Montageart frei/Aufdach, die allein 3–4 % ausmacht. In Berlin liefert der Dezember bei 35° Neigung rund ein Fünftel des Juni-Werts; der schlechteste Monat ist hier ein Primärergebnis, keine Fußnote. Ergebnis inklusive spezifischem Ertrag in kWh je kWp — anonym, ohne Anmeldung, ohne Angebots-Formular.
Die Formeln hinter dem Rechner
Jede Zahl oben ist nachrechenbar: der vollständige Rechenweg, alle Annahmen und die Datenquelle mit Abrufdatum — dazu die Kreuzvalidierung gegen unabhängige Referenzen. Offengelegt statt behauptet.
Schätzung auf Basis der genannten Annahmen. Die finale Auslegung muss von einer qualifizierten Fachkraft nach den vor Ort geltenden Vorschriften geprüft werden.
Datenstand: 2026-07-30
| Schritt | Formel | Wert | Herkunft |
|---|---|---|---|
| Energie-Stundensimulation (IAM, Faiman, Huld) | Σ_8760h P_STC · G_POA/1000 · η_rel(Huld) · η_sys, T_m Faiman(roof) | 8.633,7 kWh | gemessen |
| Kalibrierung aufs Vieljahresmittel der Einzeljahre | E_m × mean(2005–2023)/TMY @ 35° S (× 0.922) | 7.958,6 kWh | gemessen |
| Performance Ratio, berechnet (IEC 61724) | PR = E_a / (P_STC · H_POA,a) | 0,76067 | gemessen |
| Vergleichsstufe: Ratgeber-Rechnung PSH × PR | E_m = P_kWp · PSH_m · d_m · PR(0.80) | 8.370,2 kWh | Annahme |
| P50/P90 aus Einzeljahren | P50/P90(n = 19, ref 35°) | 7.332,9 kWh | gemessen |
| Winteranteil am Jahresertrag | Σ(Dez..Feb) / E_a | 10,431 % | gemessen |
- Formel
E_m = Σ_h P_STC · G_eff/1000 · η_rel(Huld) · η_sys · G_eff = POA × IAM(Martin-Ruiz) · T_m = Faiman(T_a, W, G) · Vergleich: E_m = P_kWp · PSH_m · d_m · PR- Gültigkeitsbereich
- DACH-Raster mit 0,25°-Auflösung (1155 Punkte, PVGIS-SARAH3 2005–2023), alle Ausrichtungen, Neigungen 0–90°, Geländehorizont eingerechnet, Niveau aufs Vieljahresmittel kalibriert. Kreuzvalidiert gegen PVGIS PVcalc an vier Referenzstandorten je Monat und Montageart: Jahressumme innerhalb von 1,7 %, Monate innerhalb von 6 %. Der Rest ist erklärt: PVcalc addiert eine Spektralkorrektur (+1,8 % in Berlin), deren Datengrundlage nicht frei verfügbar ist — unsere Zahlen sind bewusst leicht konservativ.
- Nicht abgedeckt
- Nahverschattung durch Gebäude und Bäume (nur Geländehorizont), Schneebedeckung, Degradation über die Jahre (Rechner 28), Spektralkorrektur (siehe Gültigkeit), Wechselrichter-Clipping. Die vereinfachte Ratgeber-Rechnung PSH × PR läuft als Vergleichsstufe mit — ihre Abweichung ist im Sommer am größten, weil sie die Modultemperatur ignoriert.
- Datenquellen
- JRC Photovoltaic Geographical Information System (PVGIS), Europäische Kommission — Endpunkte tmy, MRcalc, printhorizon · PVGIS API v5_3, Strahlungsdatenbanken PVGIS-SARAH3 · abgerufen 2026-07-30
Dieselbe Fläche an Standorten in der Nähe
35° Neigung, Südausrichtung, identische Fläche — die nächstgelegenen Städte rund um deinen Standort, jede mit eigenem Wetter-Rasterpunkt. Jede Zeile ist mit denselben Formeln gerechnet wie dein Ergebnis oben.
| Standort | Entfernung | PSH/Tag | P90 kWh/m² | Optimum |
|---|---|---|---|---|
| Berlin | 1 km | 3,58 | 1.208 | 40° |
| Oranienburg | 19 km | 3,50 | 1.194 | 40° |
| Blankenfelde-Mahlow | 20 km | 3,58 | 1.198 | 35° |
| Potsdam | 22 km | 3,59 | 1.215 | 40° |
| Bernau | 22 km | 3,52 | 1.209 | 35° |
| Ludwigsfelde | 26 km | 3,64 | 1.219 | 40° |
| Königs Wusterhausen | 29 km | 3,57 | 1.203 | 40° |
| Strausberg | 33 km | 3,63 | 1.232 | 40° |
| Eberswalde | 45 km | 3,57 | 1.227 | 40° |
Zwischen dem sonnigsten und dem trübsten Nachbarort liegen 4 % — Standort schlägt Neigungsoptimierung. Klick auf einen Ort öffnet dessen Standortseite in einem neuen Tab.
Spezifischer Ertrag: große Städte (DE / AT / CH)
Photovoltaik-Ertrag je Kilowatt Peak (kWh/kWp) — je Stadt stundensimuliert (Aufdach, 35° Süd, Geländehorizont, PVGIS-Restverluste) statt der üblichen 1.000-kWh-Faustzahl. Die zwei Spalten, die in jeder Ratgeber-Tabelle fehlen: die ehrliche Dezember-Zahl und das P90 für die vorsichtige Planung.
| Stadt | Jahr kWh/kWp | P90 | Dezember | Bester Monat | Winteranteil |
|---|---|---|---|---|---|
| BerlinDE | 995 | 917 | 26 | 130 | 10,4 % |
| HamburgDE | 949 | 895 | 21 | 123 | 9,5 % |
| MünchenDE | 1.091 | 1.020 | 45 | 127 | 14,4 % |
| KölnDE | 971 | 920 | 27 | 119 | 11,6 % |
| Frankfurt am MainDE | 1.040 | 970 | 28 | 129 | 11,5 % |
| DüsseldorfDE | 987 | 934 | 28 | 122 | 11,4 % |
| StuttgartDE | 1.063 | 992 | 35 | 129 | 12,5 % |
| EssenDE | 977 | 924 | 27 | 121 | 11,0 % |
| DortmundDE | 979 | 913 | 28 | 122 | 11,2 % |
| DresdenDE | 1.016 | 947 | 34 | 126 | 12,2 % |
| WienAT | 1.087 | 1.030 | 27 | 136 | 11,7 % |
| GrazAT | 1.152 | 1.060 | 47 | 134 | 15,4 % |
| LinzAT | 1.075 | 1.027 | 35 | 130 | 12,9 % |
| SalzburgAT | 991 | 920 | 12 | 116 | 11,7 % |
| ZürichCH | 1.108 | 1.041 | 44 | 130 | 15,1 % |
| GenfCH | 1.196 | 1.129 | 51 | 138 | 16,0 % |
| BaselCH | 1.089 | 988 | 44 | 130 | 14,4 % |
| LausanneCH | 1.181 | 1.105 | 52 | 136 | 16,0 % |
Alle Werte je kWp: Aufdachmontage, 35° Neigung, Süd, Geländehorizont des Rasterpunkts, PVGIS-SARAH3-Stundendaten (2005–2023), Restverluste 14 % (PVGIS-Ansatz). Eine 10-kWp-Anlage liefert das Zehnfache. Winteranteil = Dezember bis Februar. Klick auf eine Stadt öffnet deren Standortseite.
Häufige Fragen
Wie viel Ertrag pro kWp ist in Deutschland normal?
Der übliche Ratgeber-Korridor lautet 900 bis 1.100 kWh je kWp und Jahr — als Deutschland-Einheitswert. Standortgenau gerechnet (Aufdach, 35° Süd) spannen die deutschen Großstädte in der Tabelle unten von rund 950 (Hamburg) bis 1.100 kWh/kWp (München); Alpenraum und Westschweiz erreichen bis ~1.200. Entscheidender als der Jahreswert ist die Verteilung: Auf den Winter (Dezember–Februar) entfallen nur rund 10 bis 15 % des Jahresertrags, auf den Dezember allein etwa 2 bis 4 % — genau das rechnet dieser Ertragsrechner monatsgenau aus.
Was liefert eine 10-kWp-Anlage übers Jahr — und im Dezember?
Als Faustzahl kursiert „rund 10.000 kWh pro Jahr“ — das passt für gute Süddächer in weiten Teilen Deutschlands, ist aber ein Mittelwert. Standortgenau: Einfach oben 10 kWp eintragen; die Monatsbalken zeigen dann auch die unbequeme Wahrheit, dass davon im Dezember je nach Standort nur etwa 200 bis 450 kWh kommen — rund 2 bis 4 % des Jahresertrags. Wer eine Wärmepumpe oder ein E-Auto über den Winter mitversorgen will, plant deshalb mit der Dezember-Zahl und dem P90-Band, nicht mit dem Jahresmittel.
Wie viel liefert eine Solaranlage im Dezember?
In Berlin bei 35° Neigung rund ein Fünftel des Juni-Werts: Eine 8-kWp-Anlage auf dem Dach kommt im Juni auf gut 1000 kWh, im Dezember auf gut 200 kWh. Genau deshalb rechnet dieser Rechner jeden Monat einzeln, statt den Jahresertrag durch zwölf zu teilen — der Jahresschnitt existiert in keinem realen Monat, und Inselanlagen werden nach dem Dezember dimensioniert, nicht nach dem Mittel.
Was unterscheidet diesen Rechner von der üblichen Faustformel?
Die übliche Rechnung ist Sonnenstunden × Anlagenleistung × Performance Ratio — ein fester Pauschalfaktor für alle Verluste. Dieser Rechner simuliert stattdessen jede der 8760 Stunden mit der PVGIS-Leistungskette: Modultemperatur aus Lufttemperatur, Wind und Einstrahlung (Faiman), Schwachlichtverhalten der Zelle (Huld) und Reflexionsverlust bei flachem Lichteinfall (Martin & Ruiz). Die Faustformel läuft als Vergleichszeile trotzdem mit — der Unterschied von typisch 3–8 % im Jahr ist selbst eine Erkenntnis.
Wann irrt die Faustformel am stärksten?
Gemessen am Stundenmodell: im Sommer. Eine feste Performance Ratio ignoriert, dass Module bei Hitze schlechter arbeiten — im Juni überschätzt sie den Ertrag in Berlin um rund 8 %. Im Dezember heben sich die Fehler dagegen fast auf: Der fehlende Temperaturmalus gleicht die Schwachlicht- und Reflexionsverluste nahezu aus. Das Vorurteil, die einfache Rechnung irre vor allem im trüben Winter, bestätigt die Simulation nicht.
Was bringt die Unterscheidung Aufdach gegen freistehend?
Real 3–4 % Jahresertrag — in Berlin gemessen 3,4 %, identisch mit der PVGIS-eigenen Rechnung. Ein Aufdach- oder indachmontiertes Modul wird bei voller Sonne rund 13 Kelvin heißer als ein hinterlüftetes, weil die Rückseite kaum Wärme abgibt. Kaum ein kostenloser Rechner fragt die Montageart ab; hier ist sie ein sichtbares Eingabefeld.
Was bedeutet der P90-Jahresertrag?
Den Wert erreicht deine Anlage in 9 von 10 Jahren — gerechnet aus den 19 echten Wetterjahren (2005–2023) des Datensatzes, umgerechnet auf deine Konfiguration. Für Auslegung und Finanzierung ist P90 die vorsichtige, belastbare Zahl; der Mittelwert (P50) wird jedes zweite Jahr unterschritten.
Woher kommen die Zahlen, und wie genau sind sie?
Aus dem committeten TMY-Stundenraster (PVGIS-SARAH3, 2005–2023, 1.155 Rasterpunkte im DACH-Raum) mit Geländehorizont, kalibriert aufs Vieljahresmittel. Kreuzvalidiert gegen PVGIS PVcalc an vier Referenzstandorten, je Monat und für beide Montagearten: Jahressumme innerhalb von 1,7 %, Einzelmonate innerhalb von 6 %. Der verbleibende Rest ist erklärbar — PVcalc addiert eine Spektralkorrektur, deren Datengrundlage nicht frei verfügbar ist; unsere Zahlen sind dadurch bewusst leicht konservativ.