PV-Anlagenkosten prüfen (Angebotsprüfer)

Der Rechner für den Moment, in dem drei Angebote auf dem Tisch liegen: Er prüft die Positionen gegen die aktuelle Marktbandbreite und markiert Ausreißer nach oben wie nach unten. Zusätzlich übersetzt er den Angebotspreis in Euro je Kilowattstunde Jahresertrag deines Standorts — erst diese Zahl macht Angebote unterschiedlicher Größe und Dachlage vergleichbar, denn gekauft wird die Kilowattstunde, nicht das Kilowatt. Ein auffällig niedriger Preis ist dabei genauso ein Warnsignal wie ein hoher.

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Ort („Freiburg“) oder Koordinaten („47.99, 7.84“) · DE / AT / CH

Übersetzt den Angebotspreis in Cent je Kilowattstunde — die Frage hinter der Preisfrage.

0 = Angebot ohne Speicher — die Speicherprüfung entfällt dann.

Schlüsselfertig inkl. Montage, WR, Gerüst, Elektrik. 0 % USt: netto = brutto.

Installiert, inkl. Hybrid-WR-Anteil/Inbetriebnahme, falls im Angebot so geführt.

Ergebnis · Live

Marktband ab
12.800EURuntere Kante: PV plus Speicher zum jeweils günstigen Bandende
Marktband bis
20.600EURobere Kante der Bandbreiten — nicht automatisch überteuert
Dein Angebot gesamt
19.400EURbeide Positionen zusammen
Positionen außerhalb
1Ausreißer nach oben oder unten — Details in der Grafik
  • Der Speicherpreis liegt mit 800 €/kWh 14,3 % über der Marktbandbreite (installiert). Speicher sind 2026 stark im Preis gefallen — hier lohnt das Nachverhandeln am ehesten.QUOTE_STORAGE_ABOVE_MARKET
  • An deinem Standort liefert die Anlage 10.256 kWh im Jahr (1.026 kWh je kWp). Das Angebot kostet damit 1,89 € je Kilowattstunde Jahresertrag — die Zahl, mit der sich Angebote unterschiedlicher Größe überhaupt erst vergleichen lassen.QUOTE_IN_CT_PER_KWH
Deine Positionen gegen die Marktbandbreite
PV-AnlageØ Markt 1.0151.0001.500 EUR/kWpdein Angebot: 1.300SpeicherØ Markt 315350700 EUR/kWhdein Angebot: 800 (+14 %)

1 Position(en) außerhalb der Bandbreite — Details in den Hinweisen oben. Bänder Stand 2026-08-03; Betriebskosten einplanen: 130–260 €/Jahr.

Zur Einordnung: Modul-Spotpreis Mainstream 0,135 €/Wp (2026-07) — Endkundenpreise je kWp enthalten Montage, Wechselrichter, Gerüst und Elektrik und sind damit nicht direkt vergleichbar.

Rechenschritte
  • Marktband PV-Anlage: kWp * Band(EUR/kWp) = 15.000 EUR
  • Marktband Speicher: kWh * Band(EUR/kWh) = 5.600 EUR
  • Betriebskosten je Jahr: Angebot_PV * 1-2 %/a = 260 EUR/a

Die Formeln hinter dem Rechner

Jede Zahl oben ist nachrechenbar: der vollständige Rechenweg, alle Annahmen und die Datenquelle mit Abrufdatum — dazu die Kreuzvalidierung gegen unabhängige Referenzen. Offengelegt statt behauptet.

Schätzung auf Basis der genannten Annahmen. Die finale Auslegung muss von einer qualifizierten Fachkraft nach den vor Ort geltenden Vorschriften geprüft werden.

Jeder Zwischenwert mit Formel, Zahl und Herkunft
SchrittFormelWertHerkunft
Marktband PV-AnlagekWp * Band(EUR/kWp)15.000 EURAnnahme
Marktband SpeicherkWh * Band(EUR/kWh)5.600 EURAnnahme
Betriebskosten je JahrAngebot_PV * 1-2 %/a260 EUR/aAnnahme
Formel
Angebot je Einheit = Position / Menge · Vergleich gegen Marktband [min, max] je Position · Betriebskosten 1–2 %/a der Investition
Gültigkeitsbereich
Schlüsselfertige Aufdachanlagen in Deutschland (Bandbreite erhoben für 10–100 kWp, netto = brutto dank 0 % USt), LFP-Heimspeicher installiert; Stand der Bänder im Ergebnis ausgewiesen.
Nicht abgedeckt
Sonderkonstruktionen (Flachdach-Aufständerung, Fassade, Indach), Gerüst-Sonderkosten, Netzanschluss-/Zählerumbaukosten des Netzbetreibers, regionale Streuung, Einzelkomponenten-Preise des Angebots (Module/WR getrennt) — Spotmarkt-Modulpreise sind keine Endkundenpreise und werden nur zur Einordnung gezeigt.

Häufige Fragen

Was kostet eine Photovoltaikanlage 2026 wirklich?

Als Marktbandbreite, nicht als Punktwert: Schlüsselfertige Aufdachanlagen liegen 2026 bei etwa 1.000–1.500 €/kWp netto (BSW-Preisindex-Klasse 10–100 kWp; Durchschnitt Frühjahr 2026: 1.015 €/kWp — historischer Tiefstand). Eine 10-kWp-Anlage kostet damit grob 10.000–15.000 €. Heimspeicher kommen mit 350–700 €/kWh installiert dazu. Jede Zahl im Rechner trägt ihr Erhebungsdatum und wird quartalsweise geprüft — Preise von vor zwei Jahren sind bei der aktuellen Preisdynamik wertlos.

Wie funktioniert der Angebotsprüfer?

Du gibst die zwei Kernpositionen deines Angebots ein — PV-Anlage schlüsselfertig und Speicher installiert. Der Rechner teilt durch kWp bzw. kWh und legt das Ergebnis auf die Marktbandbreite: Im Beispiel liegt die PV-Position mit 1.300 €/kWp im Band, der Speicher mit 800 €/kWh aber 14 % darüber. Markiert wird in beide Richtungen — auch ungewöhnlich niedrige Preise, denn dort fehlt erfahrungsgemäß am ehesten Gerüst, Elektroinstallation oder Inbetriebnahme im Leistungsumfang.

Warum ist ein zu niedriger Preis ein Warnsignal?

Weil das Band die real gezahlten Komplettpreise abbildet: Wer deutlich darunter anbietet, lässt üblicherweise etwas weg — Gerüst, Zählerschrank-Anpassung, Netzanmeldung, Inbetriebnahmeprotokoll — oder verbaut Restposten ohne belastbare Garantie. Beides holt dich später teurer ein als der Preisunterschied. Der Rechner formuliert deshalb bei Unterschreitung eine konkrete Prüfliste statt eines Lobs.

Warum zeigen Modulpreise 0,10–0,16 €/Wp, aber Anlagen kosten 1.000–1.500 €/kWp?

Weil der Spotmarktpreis der Module (pvXchange, Juli 2026: Mainstream 0,135 €/Wp) nur den Handelseinkauf abbildet. Der Endkundenpreis je kWp enthält Wechselrichter, Unterkonstruktion, Kabel, Gerüst, zwei Gewerke Handwerk, Anmeldung und Marge — laut Fraunhofer ISE machen die Module nur noch rund ein Fünftel der Investitionskosten aus. pvXchange selbst nennt Faktor 8–15 zwischen Spotpreis und schlüsselfertiger Anlage. Deshalb prüft der Rechner Komplettpositionen und zeigt den Spotpreis nur zur Einordnung.

Gilt das Band auch für kleine Anlagen unter 10 kWp?

Nur eingeschränkt: Die Bandbreite ist für 10–100 kWp erhoben. Bei 4–6 kWp verteilen sich Gerüst, Anfahrt und Anmeldung auf weniger Kilowatt — solche Anlagen liegen häufig über 1.500 €/kWp, ohne überteuert zu sein. Der Rechner weist bei kleinen Anlagen ausdrücklich darauf hin und wertet ein Überschreiten dort nicht als Alarmsignal.

Kommen zu den Anlagenkosten noch laufende Kosten dazu?

Ja, und der Rechner beziffert sie mit: 1–2 % der Investitionskosten pro Jahr (Fraunhofer ISE) für Versicherung, Wartung, Zählergebühren und Rücklagen — bei einem 13.000-€-Angebot also 130–260 €/Jahr. Steuerlich hilft der Staat doppelt: 0 % Umsatzsteuer auf Lieferung und Installation (§ 12 Abs. 3 UStG, netto = brutto) und einkommensteuerfreier Betrieb bis 30 kWp. Für die Amortisationsrechnung übernimmt der Weiterrechnen-Link in den Amortisations-Rechner.

Wie erkenne ich, ob ein PV-Angebot zu teuer ist?

Am Preis je kWp, verglichen mit dem Marktband. Der Rechner legt die PV- und die Speicherposition deines Angebots gegen die aktuellen Bänder aus dem gepflegten Preisdatensatz: 1.000 bis 1.500 €/kWp schlüsselfertig und 350 bis 700 €/kWh installiert (Stand 07/2026). Ausreißer markiert er nach oben UND nach unten — ein auffällig billiges Angebot ist keine gute Nachricht, sondern ein Anlass für die Prüfliste.

Was bedeutet der Angebotspreis in Cent je Kilowattstunde?

Erst diese Zahl macht Angebote unterschiedlicher Größe vergleichbar. Der Rechner teilt die Angebotssumme durch den Jahresertrag, den die Anlage an deinem Standort tatsächlich liefert. Zwei Angebote mit gleichem Preis je kWp können sich hier deutlich unterscheiden, wenn Dachneigung, Ausrichtung oder Standort verschieden sind — die Kilowattstunde ist das, was du kaufst, nicht das Kilowatt.

Warum ist ein sehr günstiges Angebot verdächtig?

Weil bei schlüsselfertigen Anlagen die Modulkosten nur etwa ein Fünftel ausmachen. Wer deutlich unter dem Marktband liegt, spart also nicht an den Modulen, sondern an Positionen, die im Angebot oft gar nicht auftauchen: Gerüst, Elektroarbeiten, Zählerschrank, Inbetriebnahme und Anmeldung. Der Rechner gibt bei Unterschreitung deshalb keine Lobesmeldung aus, sondern eine Prüfliste.

Warum sind Anlagen unter 10 kWp je kWp teurer?

Weil ein erheblicher Teil der Kosten nicht mit der Anlagengröße skaliert: Gerüst, Anfahrt, Zählerschrank, Anmeldung und Inbetriebnahme fallen fast unabhängig von der Modulzahl an. Der Rechner weist das als eigene Größenklassen-Information aus, damit ein höherer kWp-Preis bei kleinen Anlagen nicht fälschlich als überteuertes Angebot gelesen wird.

Wie aktuell sind die Marktpreise im Rechner?

Der Datensatz trägt sein Erhebungsdatum und ein Ablaufdatum: Stand 3. August 2026, gültig bis 3. November 2026. Danach wird der Build rot, bis die Bänder neu erhoben sind — das ist bewusst so gebaut, weil veraltete Preisbänder schlimmer sind als gar keine. Die Modul-Spotpreise stehen nur zur Einordnung daneben: Zwischen Modulpreis und schlüsselfertigem Systempreis liegt Faktor 8 bis 15.