Strompreisentwicklung und Barwert rechnen

Rechnet den Barwert deiner künftigen Stromersparnis in drei benannten Szenarien (0/2/4 % pro Jahr) — und gibt ausdrücklich KEINE Prognose ab: 2026 sind die Neukundenpreise gefallen, nachdem sie jahrelang gestiegen waren. Der Eigenverbrauch, der vor jedem Ergebnis steht, kommt aus deinem Standort und einem Haushaltsprofil statt aus einer Schätzung (Berlin, 10 kWp: 1.650 statt angenommener 2.000 kWh). Dazu die Umkehrfrage: Welche Steigerung müsste eintreten, damit sich deine Anlage in der Zielzeit amortisiert? Unplausible Werte werden als solche benannt.

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Ort („Freiburg“) oder Koordinaten („47.99, 7.84“) · DE / AT / CH

Vorbelegt mit dem Bestandskundenmittel der BNetzA-Preisanalyse (31,1 ct). Dein Wert steht auf der Stromrechnung: Arbeitspreis, nicht Grundpreis.

Für die Umkehrfrage: Welche Preissteigerung müsste eintreten, damit sich die Investition bis dahin amortisiert?

Ergebnis · Live

Nötige Steigerung fürs Ziel
17,9%/adie Umkehrfrage — kein Szenario, eine Auflösung
Barwert bei 0 %
7.633EURErsparnis ohne Preissteigerung, abgezinst
Barwert bei 2 %
9.094EURdas mittlere Szenario
Barwert bei 4 %
10.936EURdas obere Szenario — keine Prognose
  • Das sind Szenarien, keine Prognose. 2026 sind die Preise für Neukunden gegenüber dem Vorjahr gefallen, nachdem sie jahrelang gestiegen waren — wer 2022 linear fortgeschrieben hätte, läge heute deutlich daneben.SCENARIOS_NOT_FORECAST
  • Aus Standort und Haushaltsprofil ergeben sich 1.650 kWh Eigenverbrauch im Jahr — 16 % des Ertrags von 10.256 kWh. Diese Zahl steht vor jedem Ergebnis dieses Rechners.ESCALATION_SELF_CONSUMPTION_FROM_SITE
  • Für die Amortisation in 10 Jahren müsste der Strompreis um 17,9 % pro Jahr steigen — eine Verdopplung in 4 Jahren. Rechne lieber mit einem längeren Zeitraum.ESCALATION_IMPLAUSIBLE
Drei Preispfade ab heute — Unsicherheitsbereich, KEINE Prognose
0 % · 31 ct 2 % · 45 ct 4 % · 66 ct 31,1 ct15101520Jahrect/kWh

Eingefärbt ist der Bereich zwischen 0 % und 4 % jährlicher Steigerung. Er zeigt Unsicherheit, keinen Prognosekorridor — die Zukunft kennt auch dieser Rechner nicht.

Rechenschritte
  • Barwert der Ersparnis: Σ_t (E_self * p_0 * (1+g)^(t-1)) / (1+r)^t = 7.632,5 EUR
  • Nötige jährliche Steigerung: g: Σ_t E * p_0 * (1+g)^(t-1) = I = 0,17887

Die Formeln hinter dem Rechner

Jede Zahl oben ist nachrechenbar: der vollständige Rechenweg, alle Annahmen und die Datenquelle mit Abrufdatum — dazu die Kreuzvalidierung gegen unabhängige Referenzen. Offengelegt statt behauptet.

Schätzung auf Basis der genannten Annahmen. Die finale Auslegung muss von einer qualifizierten Fachkraft nach den vor Ort geltenden Vorschriften geprüft werden.

Datenstand: 2026-08-06

Jeder Zwischenwert mit Formel, Zahl und Herkunft
SchrittFormelWertHerkunft
Barwert der ErsparnisΣ_t (E_self * p_0 * (1+g)^(t-1)) / (1+r)^t7.632,5 EURexakt
Nötige jährliche Steigerungg: Σ_t E * p_0 * (1+g)^(t-1) = I0,17887 exakt
Formel
E_eigen = Σ_h min(PV_h, Haushalt_h) · p_t = p₀ · (1+g)^(t−1) · Barwert = Σ (E_eigen · p_t)/(1+r)^t · Umkehrfrage: löse Σ (E·p₀(1+g)^(t−1))/(1+r)^t = I nach g
Gültigkeitsbereich
Drei feste Szenarien als benannte Annahmen, Diskontierung mit sichtbarem Satz, Startpreis aus der BNetzA/SMARD-Preisanalyse (Bestandskundenmittel 31,1 ct). Der Eigenverbrauch entsteht aus dem Stundenjahr des Standorts (PVGIS-SARAH3 TMY) und dem Haushaltslastprofil — dieselbe Kette wie in den Rechnern 41 und 43. Referenzfall: 10 kWp in Berlin, 4.000 kWh Verbrauch → 1.650 kWh Eigenverbrauch (16 % des Ertrags), Barwert 7.633 € flach bis 10.936 € bei 4 %, nötige Steigerung für zehn Jahre 17,89 %. Die Umkehrfrage wird numerisch gelöst; unplausible Ergebnisse (Verdopplung in wenigen Jahren) werden als solche benannt.
Nicht abgedeckt
Historische Preiskurve als Chart (braucht eine committete Zeitreihe — Beschaffungsposten), Einspeisevergütung (Rechner 48; hier geht es allein um die vermiedene Stromrechnung), dynamische Tarife, Grundpreisanteil, regionale Netzentgelte, Degradation der Anlage, Prognosen jeder Art — bewusst.
Datenquellen

Häufige Fragen

Welche Strompreissteigerung wäre nötig, damit sich meine Anlage in zehn Jahren amortisiert?

Genau diese Umkehrfrage löst der Rechner: Er bestimmt per Bisektion die jährliche Steigerung, bei der die nominale Ersparnis im Zielzeitraum die Investition erreicht — geschlossen auflösbar ist die Gleichung nicht. Liegt der nötige Wert über der Plausibilitätsschwelle, sagt der Rechner das und nennt die Verdopplungszeit des Strompreises als greifbaren Maßstab.

Sind die Preisszenarien eine Prognose der Strompreisentwicklung?

Nein, ausdrücklich nicht — es sind Szenarien, und der Rechner kennzeichnet sie als solche. 2026 sind die Preise für Neukunden gegenüber dem Vorjahr gefallen, nachdem sie jahrelang gestiegen waren; wer 2022 linear fortgeschrieben hätte, läge heute deutlich daneben. Die historische Entwicklung wird deshalb bewusst nicht extrapoliert.

Warum steht in der Preisformel der Exponent t−1 und nicht t?

Der Preis des ersten Jahres ist der heutige Preis p₀ — deshalb (1+g)^(t−1). Wer stattdessen t einsetzt, verschiebt die ganze Reihe um ein Jahr und überschätzt die Ersparnis systematisch. Nicht abgebildet sind außerdem die Degradation der Anlage, Änderungen an Abgaben und Umlagen, Tarifmodellwechsel und zeitvariable Strompreise.

Was bringt die Preissteigerung im Referenzfall konkret aus?

Im Referenzfall (10 kWp in Berlin, 4.000 kWh Haushaltsverbrauch → 1.650 kWh Eigenverbrauch, 31,1 ct heutiger Arbeitspreis, 20 Jahre, 3 % Diskontsatz) ist die abgezinste Ersparnis 7.633 € ohne Preissteigerung, 9.094 € bei 2 % pro Jahr und 10.936 € bei 4 % pro Jahr. Zwischen dem unteren und dem oberen Szenario liegen rund 3.300 € — das ist die Spanne, die die Annahme ausmacht, und genau deshalb zeigt der Rechner sie als Bereich statt als eine Zahl.

Warum wird die künftige Ersparnis überhaupt abgezinst?

Weil ein Euro in zwanzig Jahren weniger wert ist als ein Euro heute: Er könnte bis dahin anders angelegt sein, und er trägt Risiko. Der Diskontsatz macht künftige Ersparnisse mit der heutigen Investition vergleichbar. Ohne Preissteigerung entspricht das der bekannten Rentenbarwertformel: 622 € pro Jahr × Faktor 14,88 (20 Jahre, 3 %) = 9.254 €. Wer nicht abzinst, vergleicht Äpfel von heute mit Birnen von 2046 — und überschätzt die Anlage systematisch.

Was heißt es, wenn die nötige Steigerung als unplausibel markiert wird?

Im Referenzfall müsste der Strompreis um 17,89 % pro Jahr steigen, damit sich 12.000 € Investition in zehn Jahren allein über die Stromersparnis amortisieren — das wäre eine Verdopplung des Strompreises etwa alle vier Jahre. Solche Phasen hat es in Deutschland dauerhaft nie gegeben. Der Rechner bedient diese Erwartung nicht, sondern sagt: Rechne mit einem längeren Zeitraum, einer kleineren Investition oder einem höheren Eigenverbrauch — und beziehe die Einspeisevergütung mit ein, die dieser Rechner bewusst weglässt.

Woher kommt der Eigenverbrauch in dieser Rechnung?

Aus deinem Standort. Er war früher ein Eingabefeld mit 2.000 kWh als Vorgabe — und zugleich der Faktor, der vor jedem Ergebnis dieses Rechners steht. Jetzt läuft dieselbe Stundenrechnung wie im Amortisations- und Eigenverbrauchs-Rechner: 10 kWp in Berlin mit 4.000 kWh Haushaltsverbrauch ergeben 1.650 kWh Eigenverbrauch, also 16 % des Ertrags. Wer seinen gemessenen Wert kennt, trägt ihn über den Schalter ein.

Warum ist die geratene Zahl gerade hier so heikel?

Weil sie linear in jeden Betrag eingeht. Die Vorgabe 2.000 kWh lag rund 21 % über dem, was sich für den Referenzfall wirklich ergibt — und genau um diesen Anteil waren alle Barwerte zu hoch: 9.254 € statt 7.633 € im flachen Szenario. Bei der Umkehrfrage wirkt es noch stärker, weil dort nach der Steigerung aufgelöst wird: 17,89 % statt 13,95 %.

Warum ist mein Eigenverbrauch nur 16 % des Ertrags?

Weil ein 10-kWp-Dach in Berlin gut 10.000 kWh liefert, ein Vierpersonenhaushalt aber nur 4.000 kWh braucht — und davon einen großen Teil abends, wenn die Anlage nichts mehr liefert. Ohne Speicher, Wärmepumpe oder Auto bleibt es deshalb bei einem knappen Sechstel. Wer diesen Anteil heben will, findet in den Rechnern für Speicher, Wärmepumpe und E-Auto-Ladung die passenden Hebel.

Rechnet der Rechner die Einspeisevergütung mit?

Nein, bewusst nicht. Dieser Rechner beantwortet ausschließlich die Frage, was die vermiedene Stromrechnung wert ist. Der Einspeiseerlös hängt an ganz anderen Größen — Vergütungsstaffel, 60-%-Deckel, Negativpreisregel — und steht deshalb im eigenen Rechner. Für die Gesamtrechnung aus beidem ist der Amortisations-Rechner zuständig.

Warum zeigt der Rechner keine historische Preiskurve?

Weil dafür eine frei verwendbare Zeitreihe im Projekt liegen müsste, und die ist noch nicht beschafft. Bis dahin wäre eine aus dem Gedächtnis gezeichnete Kurve genau das, was dieser Rechner vermeiden soll. Die Lücke steht offen unter „Nicht abgedeckt“ — sie zu verschweigen wäre schlimmer als sie zu zeigen.